Pubertät: … denn sie wissen nicht, was sie tun

Die Pubertät ist wie ein Sturm, der über Familien hinwegfegt. Eine Tortur für Eltern und Kinder. Im Unterschied zu Mama und Papa können die Jugendlichen jedoch meist nicht anders.
Schlechte Manieren habe die Jugend und verachte Autoritäten. «Sie widersprechen ihren Eltern, verschlingen bei Tisch ihre Süssspeisen und tyrannisieren die Lehrer.» Die Klage stammt nicht etwa von nervenschwachen Eltern im Pubertätsstress, sondern vom Philosophen Sokrates. Und der beklagte immerhin schon vor rund 2400 Jahren das Gebaren der heranwachsenden Söhne und Töchter seines Landes.

Daran geändert hat sich bis heute nicht viel. Die von Sokrates beschriebene Tyrannei sitzt in jeder guten Stube. Bei manchen beginnt das unmögliche Benehmen schon mit zehn Jahren. Sie benehmen sich zum Davonlaufen, boykottieren den Familienausflug oder verweigern grundsätzlich jede Antwort. Eltern, vor allem Mütter, fragen sich: Wo ist es hin, das freundliche Wesen von einst? Das Kind, das Milchzähne sammelte und freigiebig Küsse verteilte?

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