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Redaktionsblog
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Vier Jungs, heisst auch: der Kühlschrank ist immer leer!

Womit wir beim Thema Essen sind. Vier Jungs, das bedeutet: permanenter Lochfrass  im Kühlschrank. Einer meiner Söhne ist im letzten halben Jahr 12 – in Worten: zwölf! – Zentimeter gewachsen. Das kann nur durch stete Kalorienzufuhr ausgeglichen werden. Die Nahrungszufuhr geschieht gern auch zu Zeiten, in denen normale Menschen wochentags schlafen. Es ist normal, um 23 Uhr 30 ein kleines Hüngerchen zu bekommen und die Küche zu verwüsten oder den für den morgigen Tag gedachten Sugo zu verputzen.

Was wiederum dazu führt, dass leer gegessene Pfannen, Besteck, Teller oder Gläser abzuräumen vergessen gehen und eine Art hauseigene Bakterienzucht entsteht. Dies angeblich aus der hehren Absicht, die im selben Haushalt wohnenden Mitmenschen nicht wecken zu wollen (nennt man das nicht Irrationalität pubertärer Weitsicht?). 

Viel wahrscheinlicher für mich ist die Annahme, dass Heranwachsende selbst nach vierzehn Stunden Dauerschlaf gar nicht wirklich aufwachen, um auf die Toilette zu gehen oder zum Kühlschrank zu wanken. Nur so ist es zu erklären, dass der dabei produzierte Müll nicht selbst weggeräumt werden kann.
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Und immer wieder sonntags gibt es ihn doch: den Kaffee im Bett

Irgendwie kann ich es ja verstehen. Ich möchte am liebsten auch nicht vor neun Uhr morgens mit zivilisatorischem Grauen belastet werden. Das klappt nun leider nicht immer  – mit Ausnahme des Sonntags, denn da bringt mir tatsächlich eines meiner jüngeren Kinder den von meinem Mann netterweise zubereiteten Kaffee ans Bett, drückt mir einen wirklich allerliebsten, allerherzigsten Kuss auf den Mund und widmet sich sofort den grossen und sehr dringenden Fragen des Lebens, die es JETZT mit mir zu besprechen gilt.

Abräumen muss ich das Kaffeeglas natürlich selbst. Dass Ordnung das halbe Leben ist, wird in einer Grossfamilie mit fünf Männern ungeachtet eines klar definierten Ämtli- und Aufgabenplans (siehe Foto oben) nicht nur täglich grob missachtet, sondern auch ebenso oft widerlegt.

Mein Wunsch, das Haus möge in jenen glücklichen Zustand versetzt werden, der das letzte Mal vor zehn Jahren beim Einzug zu besichtigen war, erntet bei allen Beteiligten nur Augenrollen. Und einen Blick, als ob ich davon schwärmte, wie verantwortungsbewusst doch dieses Mädchen aus der Parallelklasse sei, Klassenbeste in Latein, enthusiastische Klarinettespielerin noch dazu und so, so, so nett zu ihren Haustieren, den Fischen.

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Claudia Landolt ist leitende Autorin beim Elternmagazin Fritz + Fränzi und verantworte die Kindergartenreihe. Sie ist verheiratet, Mutter von vier herrlichen Söhnen zwischen sieben und fast fünfzehn Jahren und Hundemama eines Labradoodles.

Die nächste Frage geht an Evelin Hartmann, stellvertretende Chefredaktorin: 

Liebe Evelin, du und dein Mann, ihr redet beide Hochdeutsch. Wie machen ihr das mit euren beiden Mädchen? Sprechen die beiden Hoch- oder Schweizerdeutsch? 

Die Antwort folgt in zwei Wochen ... 


Bisher erschienen in der Rubrik «Wir fragen uns»: 


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