Depressiv oder null Bock?

Die Pubertät ist eine Zeit der Veränderung. Psychische Erkrankungen wie Depressionen treten gehäuft auf. Auf welche ersten Anzeichen sollten Eltern achten?
Text: Constanze Löffler
Bild: Alain Laboile

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«Wenn Heranwachsende sich mindestens zwei Wochen am Stück von Freunden, Schule, Familie zurückziehen, ihre Freizeitaktivitäten vernachlässigen und ungewohnt bedrückt sind, muss man von einer depressiven Phase ausgehen», sagt Alain Di Gallo, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Basel. Es ist eine Gratwanderung zu erkennen, ob Jugendliche «nur» null Bock haben oder an einer Depression leiden. In jedem Fall lohnt sich eine Abklärung, besonders wenn «das Gefühl der Leere» bei Kindern oder Jugendlichen länger anhält.

  • Kinder aus schwierigen sozialen Bedingungen
  • Genetische Veranlagungen in der Familie (Depression eines Elternteils)
  • Trennung der Eltern
  • Traumatische Erlebnisse in der frühen Kindheit

Zwei Tipps für Eltern von Jugendlichen in einer Krise:

  • Bleiben Sie mit Ihrem Teenager im Gespräch, auch wenn er oder sie abweisend reagiert. 
  • Finden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind ein Interesse oder eine Leidenschaft, mit der sich das Kind beschäftigen kann, wenn es ihm nicht gut geht.

Weitere Elterntipps und tiefere Informationen zum Umgang mit Jugendlichen und Depressionen finden Sie im vollständigen Artikel.

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