Leben im Hier und Jetzt

Sich selbst bewusster wahrnehmen, die Sinne schärfen, innehalten und durchatmen im hektischen Alltag – das ist das Ziel von Achtsamkeit. Achtsamkeit ist zu einem Trend geworden – und hat auch in Klassenzimmern Einzug gehalten. Doch was bringen Achtsamkeitsübungen unseren Kindern, worauf sollten Schulleiter und Lehrpersonen achten? Und wie gelingt Achtsamkeit in der Erziehung?
Flurina Hodel blickt in die Runde und sagt mit ruhiger Stimme: «Ich stelle die Füsse auf den Boden und mache meinen Rücken gerade.» 20 Kinder auf Holzbänken, die zu einem Quadrat zusammengeschoben sind, tun es ihr gleich. «Jetzt ziehe ich meine Schultern megaweit nach oben», fährt die Klassenlehrerin fort, und 20 Schulternpaare wandern hoch, so hoch, dass die Köpfe der Primarschüler fast verschwinden. «Jetzt lasse ich die Schultern fallen » – und die ganze Klasse seufzt erleichtert auf, als die schweren Arme nach unten hängen. 

Dann geht es weiter: die Handflächen auf die Knie legen, den Mund schliessen und ganz zum Schluss auch die Augen. Das, was die 1./2. Primarklasse im Luzerner Schulhaus Mariahilf da gerade macht, nennt sich «Stille Minute» und lehnt sich an die sogenannte Achtsamkeitspraxis an.

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