Mutige Kinder: Unser Thema im Juni -
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Mutige Kinder: Unser Thema im Juni

Lesedauer: 2 Minuten

Wie Kinder an der Überwindung ihrer Ängste wachsen – und was Eltern dazu beitragen können. Chefredaktor Nik Niethammer stellt Ihnen das Dossier Mut und weitere Themen der Juni-Ausgabe vor, die am Mittwoch, 7. Juni 2023, erscheint. Sie können das Heft auch online bestellen.

Text: Nik Niethammer
Bild: Vera Hartmann / 13 Photo

Von Erich Kästner stammt der Satz: «Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Phantasie.» Als Kind stieg ich laut pfeifend in den Keller, weil ich mir einbildete, das vertreibe die Geister. Später überwand ich die Angst vor der imaginären Riesenschlange im Bett, indem ich heftig aufs Kissen schlug. «Es ist wichtig, anzuerkennen, dass Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben, sondern trotz der Ängste handlungsfähig zu sein», lautet eine der Kernbotschaften des Dossiers «Mut» unserer Autorin Katharina Hoch. Sie schreibt, wie Kinder Ängste überwinden und Mut entwickeln und wie Eltern sie dabei unterstützen können.

«Beim Schlafen geht es nicht darum, die Füsse hochzulegen und sich zu entspannen», sagt der deutsche Schlafmediziner Dieter Kunz bei Spiegel online. «Nachts wird gearbeitet, da wird die Party des Lebens aufgeräumt, alles, was wir tagsüber kaputt gemacht oder durcheinandergebracht haben. Und zwar nicht nur im Kopf, sondern im ganzen Körper.» Wir haben es geahnt: Schlaf ist Schwerstarbeit, ein hochkomplexer Prozess. Und insbesondere für Familien oft mit Beeinträchtigungen verbunden. Schlafen die Kinder schlecht, sind auch die Eltern durch den Wind.

Mütter und Väter tun gut daran, sich Schlafwissen anzueignen. Wussten Sie beispielsweise, was ein Nachtschreck ist, dass guter Schlaf Routine braucht und kurze Wachphasen völlig normal sind? Im Gespräch mit meiner Kollegin Evelin Hartmann räumt Oberärztin Rabia Liamlahi mit Schlafmythen auf und warnt vor Blaulichtfiltern auf Handys. Falls Ihnen – ermattet von durchwachten Nächten im Familienbett –  alle Tipps und Tricks der Expertin nicht weiterhelfen, mag die Aussage von Schlafcoach Inga Ahlers tröstlich sein: «Vertrauen Sie darauf, dass es irgendwann besser wird. Ich habe noch keinen Teenager im Bett seiner Eltern schlafen sehen.»

Die Angst nimmt zu, wenn man Angstsituationen vermeidet. Eltern sollten ihrem Kind Mut machen, dass es die Angst überwinden kann.

Susanne Meier, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie

Und das sind meine drei Lieblingstexte in der Juni-Ausgabe:

  • «Eigentlich haben wir doch alles. Warum bin ich trotzdem nicht glücklich?» – Die Kolumne von Psychologin Stefanie Rietzler.
  • «Mein Sohn tanzt mir auf der Nase herum» – Wie die Elternnotruf-Beraterin einer Mutter mit der «Drei-Körbe-Methode» helfen konnte.
  • Geduld und Gelassenheit: Zwei Expertinnen geben Tipps, wie Eltern ihr Kind bei der Berufswahl am besten unterstützen.
Die aktuelle Ausgabe können Sie hier bestellen.

Ich wünsche Ihnen viel Lesevergnügen.

Herzlichst, Ihr
Nik Niethammer

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Nik Niethammer

Nik Niethammer
ist seit 2014 Chefredaktor von Fritz+Fränzi. Er ist Vater eines Sohnes und einer Tochter und lebt in Zürich und in Freiburg im Breisgau.

Alle Artikel von Nik Niethammer

Artikel der neuen Ausgabe:

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«Viele Eltern überschätzen den Schlafbedarf ihres Kindes»
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