Psychische Gewalt: Narben auf der Seele - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi

Psychische Gewalt: Narben auf der Seele

Lesedauer: 11 Minuten

Jedes vierte Kind in der Schweiz erlebt regelmässig psychische Gewalt durch die Eltern. Manche dieser Gewaltformen sind so subtil, dass Eltern sie gar nicht als solche erkennen. Wo also beginnt psychische Gewalt, und wie schärfen wir unseren Sinn dafür?

Text: Virginia Nolan
Bilder: Anne Gabriel-Jürgens und Désirée Good  / 13 Photo

Für das vorliegende Dossier besuchten die Fotografinnen Anne Gabriel-Jürgens und Désirée Good drei Familien in den Kantonen Bern und Aarau.

Das Wichtigste zum Thema:

Demütigungen, Drohungen, Liebesentzug: Eltern verletzen ihr Kind oft auch ohne Schläge. Doch im Gegensatz zu handfesten Aggressionen ist psychische Gewalt weniger gut sichtbar und daher kaum in der öffentlichen Diskussion angekommen. Dabei betrifft das Phänomen nicht nur sogenannte Problemhaushalte, sondern uns alle. Studien zeigen: Jedes vierte Kind hierzulande erlebt regelmässig psychische Gewalt durch die Eltern. Meist beabsichtigen diese nicht, dem Kind wehzutun, sondern lassen sich unter Druck dazu hinreissen. Und manche Gewaltformen sind so subtil, dass Mütter und Väter sie gar nicht als solche erkennen. Wo beginnt psychische Gewalt im Alltag, und wie schärfen wir unseren Sinn dafür? Unser Dossier zum Thema gibt Antworten.

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