Schwieriger Start im Kindergarten?

Jedem sechsten Kind fällt der Kindergartenstart schwer. Psychologen sprechen von einer Verhaltenshemmung, wenn Kinder Mühe mit Veränderungen im Alltag haben. Sie benötigen ein sicheres Umfeld, um positive Erfahrungen mit Neuem zu machen.
Mona mag keine Veränderungen. Sie braucht lange, um sich an eine neue Situation zu gewöhnen, so auch an den Kindergarten. Neues schreckt sie eher ab. Mona ist keine Ausnahme. Der Kindergartenstart ist für einige Kinder eine grössere Herausforderung als für andere. Vor allem für Kinder, die für gewöhnlich ängstlich oder zurückhaltend auf Neues reagieren.
Man spricht in diesem Zusammenhang von verhaltensgehemmten Kindern. Verhaltenshemmung ist eine Temperamentseigenschaft und damit über die Zeit hinweg relativ stabil. Sie ist bereits im Kleinkindesalter sichtbar und kann auch noch im späteren Schul- und Jugendalter vorhanden sein. Gemäss aktuellem Forschungsstand haben rund 15 bis 20 Prozent der Kinder im Kindergartenalter eine Verhaltenshemmung.
Der Begriff wurde vom US-Psychologen Jerome Kagan geprägt und kann als biologische Einflussgrösse bei der Entwicklung und Aufrechterhaltung von Angststörungen eine Rolle spielen. Dabei ist Verhaltenshemmung selbst keine Krankheit, sondern eine Eigenschaft des Kindes, die durchaus positive Auswirkungen hat. So ist es per se kein Nachteil, sich nicht in neue Situationen zu stürzen, ohne sie zunächst aus der Ferne beobachtet und eingeschätzt zu haben.
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