Vom Spielzeug zum Arbeitsgerät
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Vom Spielzeug zum Arbeitsgerät

Lesedauer: 1 Minuten

Im Kindergartenalter dienen das Tablet oder Handy der Eltern den Kleinen nur zum Spass. Ab der Primarschule ändert sich das.

Text: Michael In Albon
Bild: iStockphoto

In Zusammenarbeit mit Swisscom

Mal einen Film gucken oder ein einfaches Game spielen, das kriegen auch Fünf- oder Sechsjährige hin, und solange die Eltern ein Auge auf die Bildschirmzeit und vor allem die In­halte haben, ist auch alles in Ordnung. Der Umgang mit Handy, Tablet und PC ändert sich aber spätestens beim Übertritt in die Primarschule. Es gehört zum modernen Unterricht, dass die Kinder lernen, diese Ge­räte für ihre schulische Arbeit zu nutzen. Dabei werden die Geräte für die Kinder «umprogrammiert».  Heisst: Sie erkennen, dass sie auch noch für anderes ausser Paw Patrol nützlich sein können. 

Ich finde es enorm wichtig, dass Medienkompetenz in den Schulen schon ab der ersten Klasse unterrichtet wird. Selbstverständlich stufengerecht und im richtigen Umfang. Digitalisierung prägt später ihr Leben, auf die eine oder andere Weise. Allein deshalb kann ein sachkundiger Umgang mit digitalen Hilfsmitteln nicht überschätzt werden.

Dieser Artikel stammt aus dem «Kindergartenheft 2. Jahr/Frühling» mit dem Titel «Tschüss Chindsgi!» und wendet sich an Eltern von Kindergartenkindern der zweiten Klasse. Bestellen Sie jetzt eine Einzelausgabe!

Keine einheitliche Regelung

Wie die Schulen den Medienunterricht umsetzen, ist in der Schweiz nicht einheitlich geregelt. In vielen Schulgemeinden werden Tablets bereits ab der ersten Klasse punktuell im Unterricht eingesetzt. Diese Geräte werden von der Schule gestellt, Eltern müssen sich nicht um die Anschaffung kümmern. Etwas intensiver wird die Arbeit mit den elektronischen Hilfsmitteln meistens ab der vierten oder fünften Klasse. Es gibt Schulen, die dann jedem Kind ein persönliches Gerät abgeben. Ab der Oberstufe gehen die Gemeinden unterschiedliche Wege: Die einen setzen weiterhin auf Ge­räte, die von der Schule beschafft und bewirtschaftet werden, andere ermöglichen es den Jugendlichen, ihre eigenen Geräte zu nutzen. 

Schulen sollen sich vor der Entwicklung nicht verschliessen, und das tun die meisten heute auch nicht mehr. Kinder sollten früh lernen, die Geräte nicht nur als Zeitvertreib, sondern auch als Lern- und Arbeitsgeräte einzusetzen. Sie sollen lernen, die Geräte korrekt zu bedienen und sich der Verlockungen und Gefahren, aber auch der Möglichkeiten und Chancen bewusst zu werden, die das Internet für sie bereithält. So sind sie später souveräner im Umgang damit und weniger beeinflussbar.

Medienstark

Auf Medienstark finden Sie Tipps und interaktive Lernmodule für den kompetenten Umgang mit digitalen Medien im Familienalltag. swisscom.ch/medienstark

Michael In Albon
ist Beauftragter Jugendmedienschutz und Experte Medienkompetenz von Swisscom.

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