«Du gehst jetzt raus, bis du dich wieder beruhigt hast» - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi

«Du gehst jetzt raus, bis du dich wieder beruhigt hast»

Lesedauer: 5 Minuten
Oft sind Kinder so gefangen in ihrer Wut, dass sie andere mit ihren Ausrastern ängstigen. Viele Eltern und Lehrpersonen verordnen dem tobenden Kind dann eine «Auszeit». Dabei wäre es förderlicher, sich in das Kind hineinzufühlen und ihm zu helfen, seine Wut in Worte zu fassen.

Text: Stefanie Rietzler
Illustration: Petra Dufkova/Die Illustratoren

Das Wichtigste zum Thema

Immer wieder erleben Eltern und Lehrpersonen Situationen, in denen Kinder und Jugendliche aus Sicht der Erwachsenen «bei Kleinigkeiten in die Luft gehen und ausrasten» und «überhaupt nicht mit Frust umgehen können». Und immer wieder wird in solchen Situationen ein einfaches Erziehungsmittel propagiert: die Auszeit (Time-out). Doch: Lernen Kinder, mit ihren Gefühlen umzugehen, wenn wir sie damit alleine lassen oder diese bewusst ignorieren?

Stefanie Rietzler, Psychologin und Autorin des Artikels, hat folgenden Tipp:

Wie Eltern und Lehrpersonen Kinder und Jugendliche konkret dabei begleiten können, besser mit ihren negativen Gefühlen im Familien- und Schulalltag umzugehen, erfahren Sie im vollständigen Artikel. 

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