Eifersucht: Rivalen in der Familie - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi

Eifersucht: Rivalen in der Familie

Lesedauer: 16 Minuten

Warum streiten manche Geschwister erbittert und andere kaum? Wie behandeln Eltern ihre Kinder gleich, und sollten sie das überhaupt? Wann bringt uns Eifersucht weiter und wann wird sie zum Problem? Sechs namhafte Expertinnen und Experten beantworten die 23 wichtigsten Fragen zum Thema kindliche Eifersucht.

Text: Julia Meyer-Hermann
Bilder: Mara Truog / 13 Photo

Das Wichtigste zum Thema:

Es gibt für Kinder und Teenager viele – vermeintlich – gute Gründe, um eifersüchtig zu sein. Ein Klassiker ist die Geburt eines Geschwisterchens. Aber auch bei anderen Anlässen kommt es zu Eifersüchteleien und Rivalitätskämpfen: Weil der jüngere Bruder so herzig ist, die grosse Schwester so viel kann. Weil der beste Freund besser aussieht oder der besten Freundin in der Schule alles zuzufliegen scheint, während man selbst für gute Noten fleissig sein muss. Eifersucht ist ein Minus-Gefühl. Man befürchtet, dass ein anderer etwas bekommt, was man selbst gerne hätte. Soweit, so normal. Aber woher kommt es, wenn sich Kinder übermässig mit anderen vergleichen und im schlechtesten Fall ihr eigenes Licht unter den Scheffel stellen? Psychologen und Pädagogen zufolge hat das immer auch etwas mit dem Elternhaus, den Ansprüchen und Rollenaufteilungen in der Familie zu tun. Das Gute ist: Als Eltern kann man ziemlich einfach lernen, wie man seine Kinder darin unterstützt, an sich selbst zu glauben – und anderen ihre Erfolge zu gönnen ohne sich selbst abzuwerten.

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