Wie geht das Familienleben nach einem Unfall weiter? - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi

Wie geht das Familienleben nach einem Unfall weiter?

Lesedauer: 3 Minuten

Der Verkehrsunfall von Valerie Wendenburgs Sohn vor 17 Jahren war ein einschneidendes Ereignis. Unsere Bloggerin erinnert sich an zwei Ratschläge eines Kinderpsychiaters, die ihr geholfen haben, diese anspruchsvolle Zeit zu meistern und auf die sie bis heute gerne zurückgreift.

Text: Valerie Wendenburg
Bild: Rawpixel

Es gibt Momente im Leben, an die ich nur schweren Herzens zurückdenke. Einer von ihnen liegt bereits 17 Jahre zurück: Damals erlebte mein dreijähriger Sohn einen Verkehrsunfall. Alles geschah in Sekundenschnelle: Die Fahrerin hatte den kleinen Jungen beim Überqueren der Strasse einfach übersehen und mit dem Auto erfasst.

Die Ambulanz holte mein Kind, es musste operiert werden, einige Zeit im Spital verbringen und sich anschliessend wochenlang mit einem eingegipsten Bein fortbewegen. 

Alles in allem hatte mein Sohn grosses Glück: Die damaligen Verletzungen sind schnell verheilt und heute spürt er von dem Vorfall nichts mehr. Er erinnere sich vor allem an den Anblick des Autos von unten, sagt er heute. Es sind die Bilder der Karosserie, die ihm im Gedächtnis geblieben sind. 

Damals aber machte ich mir grosse Sorgen um die mentale Gesundheit meines verletzten Kindes, obwohl er nach dem Spitalaufenthalt recht vergnügt schien und im Gegensatz zu mir keine Albträume hatte. Der Kinderarzt empfahl mir, einen Kinderpsychiater um Rat zu fragen. In dessen Praxis erhielt ich innerhalb von einer Stunde zwei wertvolle Ratschläge, die mir als Mutter bis heute sehr geholfen haben.

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