«Die Liebe für die Geschwister wird immer halten» -
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«Die Liebe für die Geschwister wird immer halten»

Lesedauer: 2 Minuten

Jocelyn Papp, 16, lebt mit ihren Eltern Jessica Papp Huser, 42, und Dominique Huser, 43, sowie den Geschwistern Dylan, 12, Denys, 9, und Juna, 3, in Mitlödi GL. Die Schülerin erzählt, was sie an ihrer Familie schätzt und welchen Moment sie nie vergessen wird.

Aufgezeichnet von Fabian Grolimund und Stefanie Rietzler
Bilder: Samuel Trümpy / 13Photo

Meine Familie passt vielleicht nicht perfekt in die gängige Vorstellung, ist aber ziemlich cool. Meine Mama ist Lehrerin und hostet nebenbei unser Airbnb. Von ihr habe ich meine kreative Seite. Ich liebe Jazztanz, Singen und Schauspielern. Mein Dad arbeitet in einer Chemiefirma in der Nähe, was ihm erlaubt, jeden Mittag für uns zu kochen und viel Zeit mit uns zu verbringen.

Meine Geschwister sind definitiv das Wertvollste in meinem Leben. Meine dreijährige Schwester Juna ist für mich wie eine kleine Zauberfee. Egal, wie wütend ich bin, sobald ich in ihre glänzenden Augen schaue und sie mich anlächelt und mir ihre Liebe schenkt, kann ich nicht mehr böse sein. Sie zaubert mir an schlechten Tagen die Traurigkeit aus dem Gesicht. Natürlich gibt es auch Momente, in denen die kleine Trulla mich nervt.

Auch wenn es oft Streit gibt und man einander in den Wahnsinn treibt, hält man zusammen und ist füreinander da.

Jocelyn Papp, 16

Meine Brüder sind sehr verschieden. Mit Denys kann ich meine wilde Seite ausleben und loslassen: Er ist stets bereit für spontane Gesangseinlagen beim Abendessen. Dylan ist schon so erwachsen, dass ich mit ihm stundenlang diskutieren kann. Ich kann mich auch in schulischen Belangen an ihn wenden, er ist sehr clever.

Genau dieses Miteinander ist das Tollste an Geschwistern. Auch wenn es oft Streit gibt und man einander in den Wahnsinn treibt, hält man zusammen und ist füreinander da. Ich bin überzeugt davon, dass die Liebe für die Geschwister immer halten wird.

Jocelyn Papp, 16, liebt es mit ihren Geschwistern Zeit zu verbringen.
Erfahren Sie mehr im Artikel «Was braucht es für ein glückliches Familienleben?».

Die allerschönste Zeit mit meiner Familie hatte ich, als ich 11 war. Damals war mein Schulleben wegen Mobbing und Ausgrenzung echt schwer, ich brauchte dringend eine Auszeit. Zum Glück hatte unsere etwas chaotische, aber auch abenteuerlustige Familie schon länger eine Reise ins südliche Afrika geplant. Das war das Beste, was mir passieren konnte. Wir packten die Koffer und flogen los.

Ein halbes Jahr waren wir unterwegs, eine magische Zeit! Wir entdeckten mit unserem Expeditionsfahrzeug verschiedenste Länder, Orte, Tiere und Kulturen. Kein Tag war wie der andere. Wir wachten morgens in unseren Dachzelten auf und wussten nie, was der Tag bringen würde. Eine Herde Elefanten? Ein Sumpfgebiet? Holprige Strassen, die eigentlich gar keine waren?

Ein spezieller Moment ist mir in lebhafter Erinnerung: Eine Nacht unter dem einzigen Baum in einer Gegend, der Sonnenuntergang, das langsame Eindunkeln, das Sitzen um ein Feuer und der schönste Sternenhimmel, den ich je sah! Wundervoll, dieser Moment zusammen mit meiner gesunden, glücklichen Familie irgendwo in Botswana.

Stefanie Rietzler und Fabian Grolimund
sind Psychologen und leiten die Akademie für Lerncoaching in Zürich. Die beiden eint der Wunsch, dass Kindergarten und Schule Orte sind, wo sich Kinder, Eltern und Lehrpersonen wohl fühlen und voneinander lernen können.

Alle Artikel von Stefanie Rietzler und Fabian Grolimund

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