Die Lüge von der Vereinbarkeit

Wer Kinder hat und Karriere machen möchte, zahlt einen hohen Preis – besonders als Frau. Mütter reiben sich auf zwischen Familie und Beruf. Denn die viel zitierte Vereinbarkeit von Familie und Beruf bedeutet vor allem eins: ganz viel Stress. Eine Entmystifizierung. 
Salome ist froh, dass sie nicht mehr arbeiten muss. Nach der Geburt ihres zweiten Kindes wurde ihr Job zusehends zur Belastung. «Ich hatte wenig zu tun im Büro, fragte mich je länger, je mehr nach dem Sinn meiner Stelle, während zu Hause unzählige Arbeiten hätten erledigt werden sollen», erinnert sich die Juristin. Nach der Geburt des dritten Kindes reichte sie die Kündigung ein. Ihr Mann hatte inzwischen einen Chefposten ergattert, ein Vollzeitpensum. «Zudem wollte ich mir den Stress nicht mehr länger zumuten, die Kinder an meinem Job vorbeizujonglieren », erzählt Salome. «Mittlerweile geniesse ich es so richtig, bei meinen Kindern zu sein.» Allerdings spricht sie nur im engsten Freundeskreis offen über ihre Situation: «Ich meine, darf man heute überhaupt noch sagen, dass einem die Kinder mehr am Herzen liegen als der Job, ohne den Stempel einer Konservativen zu haben?» 
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