Juul: «Wir brauchen eine Diagnose für traumatisierte Scheidungskinder» - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi

Juul: «Wir brauchen eine Diagnose für traumatisierte Scheidungskinder»

Lesedauer: 4 Minuten

Es ist in Mode gekommen, auffälliges Verhalten bei Kindern sofort abklären zu lassen. Das macht in manchen Fällen Sinn, sagt unser Kolumnist Jesper Juul.

Text: Jesper Juul
Illustration: Petra Dufkova/Die Illustratoren

Vor ein paar Jahren ­­­­war ich Gastredaktor eines Magazins. In manchen Berichten schrieb ich über die Tatsache, dass immer mehr Kinder und Jugendliche schon in sehr jungen Jahren eine Diagnose erhalten und dass ich das bedenklich finde. Daraufhin bekam ich von vielen Lesern Zuschriften. Einer der eifrigsten Diskutanten kam zum Urteil: «Juul mag keine Diagnosen.»

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