Wie stärkt man das kindliche Immunsystem?

Wir alle haben es von Kindesbeinen an gepredigt bekommen: Vitamine essen und viel an die frische Luft stärkt das Immunsystem! Aber was genau ist das eigentlich, ­dieses ­ominöse Immunsystem? Wie funktioniert es? Und profitiert es tatsächlich von der täglichen Portion Brokkoli und einem Spaziergang?
Wir leben in einer Welt, in der wir ständig Viren, Bakterien, Pilzen und Para­siten ausgesetzt sind. Viele davon können uns nichts anhaben, andere wiederum richten beträchtlichen Schaden an, wenn sie in unseren Körper gelangen und sich dort vermehren. Unser Immunsystem hat die Aufgabe, uns vor den potenziell krank machenden Keimen zu schützen. Gleichzeitig aber, und darin liegt eine besondere Herausforderung, muss es sich selbst regulieren und in Balance halten. Und zwar so, dass die Abwehrfunktion, die gegen Eindringlinge von aussen gedacht ist, sich nicht auch gegen die eigenen Zellen richtet. Eine dritte Funktion des Immunsystems ist es, körper­eigene Zellen, die alt oder bösartig verändert sind, zu eliminieren – so wird unter anderem die Bildung von Tumoren verhindert.

«Es sind sehr viele Teile in unserem Körper ständig damit beschäftigt, uns zu schützen, und zwar so, dass wir es nicht einmal mitbekommen», sagt Jana Pachlopnik Schmid, Assistenzprofessorin Pädiatrische Immunologie am Universitäts-­Kinderspital Zürich. Dass unser Immunsystem arbeitet, bemerken wir meist dann, wenn es Probleme gibt: Eine Entzündung zum Beispiel ist ein klares Signal, dass unser Körper an der Stelle, wo diese auftritt, versucht, etwas zu bekämpfen.
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