Ruhe, bitte!

In Schulen und Kindergärten, aber auch zu Hause kann es empfindlich laut werden. Wie Lärm der Gesundheit von Kindern schadet und wie wir sie davor schützen können.
Ob Motorenlärm, dröhnende Musik bei Strassenumzügen oder das Gekreische der eigenen Geschwister und Kollegen: Kinder sind tagtäglich Lärm ausgesetzt.
Wie schädlich er ist, hängt davon ab, um welche Geräusche es sich handelt, wie laut sie sind und wie lange man ihnen ausgesetzt ist. Ein einziger Feuerwerkskörper, der in Ohrnähe explodiert, genügt, um das Gehör dauerhaft zu schädigen. Gleiches gilt für scheinbar harmlose Spielzeugpistolen, Trillerpfeifen und Luftballons: Ein Knall, Pfiff oder Platzen am Ohr und es ist im schlimmsten Fall taub. «Aurale Lärmwirkungen», sagen Expertinnen wie Maria Klatte dazu.

Die Psychologieprofessorin der TU Kaiserslautern erforscht, wie sich Umweltlärm auf die Entwicklung von Kindern auswirkt. «Aural wirkt ein Geräusch dann, wenn es das Gehör direkt schädigt», erklärt Klatte. Dazu kommt es bei einmaligen Hörereignissen von über 120 Dezibel wie im Falle des platzenden Luftballons, aber auch wenn man jahrelang täglich viele Stunden lang Pegeln von über 85 Dezibel ausgesetzt ist. Das sei bei Kindern allerdings «sehr selten». Mehr als 85 Dezibel bekommt man zum Beispiel an Stadtautobahnen zu hören, in lauten Clubs oder beim Musik­hören über Kopfhörer. 
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