Kampfzone Familienbett

Für die einen sind sie selbstverständlich, für die anderen ein grosses Übel: die Nächte, in denen ganze Karawanen von Kindern unterwegs sind, um unter die elterliche Decke zu kriechen. Dabei haben die nächtlichen Wanderungen ins Familienbett wenig mit verwöhnten Kindern zu tun.
Wer kennt es nicht: das Buch «Jedes Kind kann schlafen lernen» der Psychologin Annette Kast-Zahn. Es ist 2006 erschienen und der meistverkaufte deutsche Elternratgeber aller Zeiten – und wohl der umstrittenste. In den Amazon-Bewertungen beispielsweise dankt eine Gruppe Leser der Autorin aus tiefstem Herzen. Für andere wiederum ist das Buch das Feindbild schlechthin. Dazwischen gibt es wenig.

Während Säuglinge im Elternbett noch einen gewissen Toleranzwert geniessen, reagieren viele Eltern (und deren Umfeld) bei älteren Kindern, die – plötzlich oder immer wieder – nicht alleine nächtigen wollen, kritisch. Offen thematisiert wird die Karawanserei ab Mitternacht dementsprechend selten. 

Entsprechend hoch ist die Dunkelziffer jener Zahl von Müttern und Vätern, die ihre Kinder immer wieder ins eigene Bett lassen, weil ihnen die Energie fehlt, minutenlang im abgedunkelten Kinderzimmer zu liegen, das schwitzige Händchen zu halten oder auf das Sandmännchen zu hoffen.

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