10 goldene Regeln für den Klassenchat
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10 goldene Regeln für den Klassenchat

Lesedauer: 1 Minuten

Sich in der Schule über einen digitalen Klassenchat auszutauschen, kann eine wertvolle Übung sein.

Text: Michael In Albon
Bild: iStockphoto

In Zusammenarbeit mit Swisscom

D

er Klassenchat mit Whatsapp ist eine praktische Sache: Hier landen Infos, die für sämtliche Schülerinnen und Schüler relevant sind. Datenschützer sind sich allerdings uneins, ob die Nutzung von Whatsapp für diese Zwecke überhaupt rechtens ist. Als Konsequenz haben diverse Schulen die App verboten. Eine Mehrheit der Kinder ab zehn Jahren nutzt Whats­app privat; für Lehrpersonen ist es naheliegend, jene App einzusetzen, welche bei Kindern wie Eltern weit verbreitet ist. 

Ob Whatsapp oder andere Mes­sengerdienste: Für einen Klassenchat sollten grundsätzlich klare Regeln gelten. Diese müssen in der Klasse gemeinsam erarbeitet, diskutiert und festgelegt werden. Genauso sollte mit Verstössen umgegangen werden. Den Klassenchat als geschützten Raum für Onlinekommunikation zu nutzen, kann unter diesen Bedingungen die Medienkompetenz stärken.

Keiner darf im Klassenchat ausgeschlossen werden

Die gemeinsam erarbeiteten Regeln könnten sich an folgenden zehn Punkten orientieren:

  1. Alle (!) Klassenmitglieder sind Teil des Klassenchats.
  2. Alle pflegen einen respektvollen Umgangston. Keine Beleidigungen.
  3. Es gilt das Recht am eigenen Bild.
  4. Keine privaten Diskussionen.
  5. Nachrichten ohne Mehrwert sind nicht erwünscht. Kein Spam. Für ein «lustiges» Meme, einen kreativen Inhalt, sollte es aber Platz haben.
  6. Keine Lösungen für Hausauf­gaben.
  7. Keine privaten Daten wie Adressen, Informationen über Krankheiten, Noten oder Ähnliches.
  8. Doppeldeutigkeiten, Zynismus oder Ironie vermeiden.
  9. Netiquette definieren und beachten. Beispielsweise keine durchgehenden Grossbuchstaben, keine unverständlichen Abkürzungen und kein übermässiger Gebrauch von Emojis.
  10. Regeln festlegen, wie auf Verstösse reagiert wird: in einem Klassenrat? Werden Admins aus der Klasse bestimmt? Hat die Lehrperson das letzte Wort? Was sind die Konsequenzen?

Der Klassenchat ist einerseits ein sehr praktisches Instrument zur ­reibungslosen Organisation des Schulalltags. Wichtige Informationen werden schnell und zuverlässig verteilt. Andererseits kann der Klassenchat aber auch ein wertvolles Übungsfeld für Schülerinnen und Schüler sein. Fehlverhalten im Netz kann in einem geschützten Rahmen diskutiert werden, das gegenseitige Verständnis wächst und Kinder entwickeln im besten Fall ein Gespür dafür, wie sie die Messengerdienste nutzen sollten.

Verbote bringen uns nicht weiter. Üben in einem geschützten Umfeld schon.

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swisscom.ch/campus

Michael In Albon
ist Beauftragter Jugendmedienschutz und Experte Medienkompetenz von Swisscom.

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