«Kinder müssen selbst stark werden – durch eigenes Tun»
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«Kinder müssen selbst stark werden – durch eigenes Tun»

Lesedauer: 10 Minuten

Wie Erziehung heute gelingt und was eine gute Kindheit ausmacht – davon handelt das neue Buch von Erziehungsexperte und Kinderarzt Herbert Renz-Polster. Ein Gespräch über Autorität, die Kunst, richtig Grenzen zu setzen, und die Frage, was Kinder stark macht.

Interview: Kristina Reiss
Bilder: Sara Spirig

Herr Renz-Polster, was machen Eltern heute besser als Eltern früherer Generationen?

Mit dem Kind in Verbindung stehen, seine Bedürfnisse erkennen und darauf eingehen, ihm Schutz geben und es emotional gut versorgen sowie die eigenen Gefühle zeigen, authentisch sein: All das, womit sich frühere Generationen zum Teil schwergetan haben, gelingt den heutigen Eltern sehr gut. Was allerdings oft zu kurz kommt, ist die andere Seite.

Was meinen Sie damit?

Kinder brauchen nicht nur Nähe und Verbindung, um sich gut zu entwickeln, sondern auch Orientierung. Hier dürfen Eltern mehr auf ihre menschliche Autorität vertrauen und zurückgreifen: Sie sollten eine gewisse Klarheit und Präsenz an den Tag legen. Diese neue Autorität steht im Gegensatz zur alten, auf Angst und Kontrolle basierenden Autorität. Es geht heute also darum, Kinder wohlwollend zu begleiten, anstatt sie zu steuern. Und gleichzeitig klar in seiner Haltung, seinen Handlungen und Aussagen zu sein.

Was Kinder stark macht: Herbert Renz-Polster
Herbert Renz-Polster ist Kinderarzt und Wissenschaftler. Der 64-Jährige ist eine der profiliertesten Stimmen in der Erziehungsdebatte und begleitet Eltern seit vielen Jahren mit seinen Beiträgen in Büchern, Presse und sozialen Medien. Er lebt in der Nähe von Ravensburg (D), ist verheiratet, Vater von vier erwachsenen Kindern und Grossvater von vier Enkelkindern.

Wie könnte dies im Alltag konkret aussehen?

Nehmen wir an, die Familie ist zusammen in der Stadt unterwegs und die Kinder wollen eine Glace. Für die Eltern ist eine Kugel in Ordnung, sie sagen zu dieser «ja». Als die Kinder aber wegen einer zweiten Kugel stürmen, denken sie «nein», sagen es aber nicht. Tatsächlich trauen sich manche Eltern selbst bei solchen Kleinigkeiten nicht, eine klare Haltung zu vertreten. Weil sie denken: «Aber dann ist mein Kind ja traurig!» Oder weil sie meinen, dies schade der Beziehung zum Kind.

Im Titel Ihres neuen Buches «Mit Herz und Klarheit» nehmen Sie also direkt Bezug auf die beiden Grundpfeiler, die Ihrer Meinung nach eine gute Elternschaft ausmachen.

Genau! Es braucht beides für gute Erziehung: Verbundenheit und Einfühlungsvermögen sowie eine klare Positionierung. Wir müssen uns immer wieder vor Augen führen: Verbundenheit schwindet nicht einfach, weil Eltern ihren Kindern gegenüber klar sind, eine konsequente Haltung vertreten und deutliche Ansagen machen.

Viele Eltern wollen heute bedürfnisorientiert erziehen – was auf einer fragenden und versöhnlichen Haltung gegenüber dem Kind beruht, im Sinne von: «Kind, was brauchst du, damit deine Entwicklung gut klappen kann? Wir, die wir dich begleiten, wollen schauen, dass wir dir das geben können.» Leider gibt es in Sachen bedürfnisorientierter Erziehung viele Missverständnisse.

Inwiefern?

Bedürfnisorientiert erziehen bedeutet nicht, sich stets am Bedürfnis des Kindes zu orientieren. Tatsächlich heisst es manchmal auch zu sagen: «Das entscheide ich!» Wir müssen nicht zu allem Ja und Amen sagen, immer nachgeben, Konflikten aus dem Weg gehen. Viele Eltern heute glauben jedoch, sie dürften nicht Nein sagen, ihr Kind nicht enttäuschen. Doch, das dürfen sie!

Die Eltern sind diejenigen, die die Tiger fernhalten und deren Wege kennen, sage ich gerne. Kinder haben von ihrem Entwicklungsstand her noch nicht den Weitblick und die Lebenserfahrung, alles einschätzen zu können. Deshalb brauchen sie Eltern, die ihrer Verantwortung gerecht werden, die dem Kind sagen: «Ich finde, du bist mit zehn Jahren einem Handy noch nicht gewachsen.»

Nein sagen ist also ganz normal im Kontext von Familie?

Ja, genauso wie Grenzen setzen. Das kann heissen: Ich setze dann als Elternteil eine Grenze, wenn ich meine eigene überschritten sehe – etwa weil ich zu müde bin, um mit dem Kind zu spielen, und ihm das sage. Oder wenn es wichtig ist, Grenzen zu ziehen, damit das Kind in seiner Entwicklungsspur bleibt – die Begrenzung der Medienzeit wäre in diesem Zusammenhang zu nennen.

In der Familie entstehen Grenzen aber oft auch einfach, weil der Vater beziehungsweise die Mutter seinen oder ihren Job macht, also dafür sorgt, dass das Familienleben funktioniert, ohne dass jemand zurückbleibt. Das geht ja nur durch ein Abwägen und Aushandeln der unterschiedlichen Bedürfnisse. Für mich sind Grenzen deshalb etwas Positives, ein Baustein für ein gutes und authentisches Zusammenleben – und keine Notbremsen, die vermeiden sollen, dass aus dem Kind ein Tyrann wird.

Wenn wir also als Eltern klar sind, menschliche Autorität ausstrahlen und Grenzen setzen – verläuft das Familienleben dann konfliktfrei?

Das Leben ist voller Konflikte – ob in einer Paarbeziehung oder in der Familie. Es geht lediglich darum, die auftretenden Konflikte konstruktiv zu lösen, also ohne dass unser Familienkapital – das aus Verbundenheit und Vertrauen besteht – zerstört wird.

Ein zugewandtes Nein ist so viel schwieriger als ein herausgebrülltes, zackiges Nein.

Nehmen wir an, der Zwölfjährige macht partout und dauernd seine Hausaufgaben nicht. Wie lässt sich das konstruktiv lösen?

Nun, ich kann als Vater die Beziehung zu meinem Sohn nachhaltig schädigen, indem ich explodiere, ohne ihn ernst genommen und nach den Gründen seiner Hausaufgabenverweigerung geforscht zu haben. Oder ich schaue erst mal: Gehört dieser Konflikt überhaupt in unser Haus? Ist das vielleicht etwas, was der Sohn mit der Lehrperson ausmachen darf? Bei dieser zweiten Variante geht es darum, die Kontrolle ein Stück weit abzugeben und Ängste loszulassen wie beispielsweise die Angst, das Kind lande ohne Schulabschluss auf der Strasse.

Also in die Luft gehen oder das Problem auslagern – gibt es keinen dritten Weg?

Natürlich, ich kann mir überlegen, wie ich den Konflikt so lösen kann, dass wir in Verbundenheit bleiben, und mich mit meinem Sohn zusammensetzen. Ich könnte ihn etwa fragen: Was kann ich dir anbieten? Nachhilfe? Welche Routinen würden dir helfen? Vielleicht nicht gleich nach der Schule mit Gamen anfangen? Oder das Handy während der Hausaufgaben ausschalten?

Diese Art von Autorität scheint eine sehr herausfordernde Erziehungsform.

Ja, weil gute Führung eben nur funktioniert, wenn die Verbindung stimmt. Ein zugewandtes Nein ist so viel schwieriger als ein herausgebrülltes, zackiges Nein. Die nötige Orientierung für den Nachwuchs entsteht durch Eltern, die gute Autorität ausüben. Und diese wiederum entspringt aus dem elterlichen Sein, indem sich Mutter und Vater authentisch zeigen. Aber auch in ihrem ehrlichen Interesse, ihr Kind und sein Wesen tatsächlich verstehen zu wollen.

Den meisten Eltern dürfte klar sein, dass ein autoritärer Erziehungsstil keine Lösung ist. Doch gerade in Stresssituationen greifen wir oft darauf zurück. Und wenn die Tochter zum x-ten Mal ihr Zimmer nicht aufräumt, holen wir doch wieder die alte «Wenn-dann-Drohung» hervor. Sind wir dann im Sinne der neuen Autorität gescheitert?

Damit habe ich gar kein Problem. Elternschaft ist nun mal Learning by Doing. Das Schöne ist doch: Kinder können gut verzeihen. Diese Fähigkeit hätten wir als Erwachsene auch gerne. Kinder suchen das Muster, nicht die Ausnahme. Und das ist das Tolle an Familie! Dass wir sagen können: «Es kommt auf unseren Grundton an, und an dieser Musik arbeiten wir, sie soll uns leiten.» Stimmt die Basis, kommt es nicht auf die Tage an, an denen die Töne schräg klingen.

Kinder sind darauf vorbereitet, mit nicht perfekten Eltern zu leben.

Du kannst also schimpfen und trotzdem eine gute Mutter sein, auf drei zählen und trotzdem ein guter Vater sein. Eltern machen das ja nicht absichtlich, es gehört einfach dazu. Will das kleine Kind beispielsweise länger auf dem Spielplatz bleiben, aber das grosse muss genau jetzt vom Hort abgeholt werden, bleibt keine Zeit für Diskussionen. Dann gibt es Stress mit dem Kleinen – doch das kriegt man wieder hin.

Wie denn? Indem man sich nach dem Gewitter entschuldigt?

Ja, und es ehrlich so meint. Wie gesagt: Kinder sind extrem gut im Verzeihen. Und natürlich ist die praktischste aller Entschuldigungen, dass Eltern versuchen, aus ihrem Fehler zu lernen, und es so wiedergutmachen.

Darf man sein Kind zu etwas zwingen, was es nicht tun will?

Zwingen wird meist mit Gewalt in Verbindung gebracht, und das ist natürlich ein No-Go. Doch wenn wir ehrlich sind, zwingen wir unsere Kinder ständig. Schliesslich gibt es viele Situationen, in denen Kompromisse nicht möglich sind – wenn es beispielsweise darum geht, einen Fahrradhelm aufzusetzen, sich im Auto anzuschnallen oder morgens pünktlich durch die Haustür zu kommen.

Was Kinder stark macht: Herbert Renz-Polster
«Wir müssen als Familie nicht so leben, dass Kinder immer alles nachvollziehen können oder uns immer toll finden», sagt Herbert Renz-Polster.

Ich will die Familie sehen, in der alles nur im Konsens und ohne Zwang abläuft! Statt uns an einem falschen Ideal abzuarbeiten – Zwang ist niemals okay! –, sollten wir das Wie ins Auge fassen. Es kommt doch darauf an, wie wir unseren Plan als Eltern durchsetzen. Eine gute Erklärung für seine Beweggründe, statt ein lapidares «Wir machen das jetzt so, basta!», kann hier Wunder bewirken.

Manchmal allerdings muss ich mein Kind auch frustrieren, weil es meine Sicht nicht nachvollziehen kann. Aber dann geht es wieder weiter. Denn wie schon erwähnt, sind Kinder Mustersucher. Sie sind deshalb darauf vorbereitet, mit nicht perfekten Eltern zu leben. Kurz: Wir müssen als Familie nicht so leben, dass Kinder immer alles nachvollziehen können oder uns immer toll finden. Unangenehme Entscheidungen gehören dazu.

Was halten Sie von Strafen?

Ein Kind empfindet manches als Strafe, was Erwachsene gar nicht so gemeint haben, etwa, wenn es etwas nicht darf, was es gerne will. Von klassischen Strafen, im Sinne von «Du hast etwas falsch gemacht, deshalb darfst du jetzt nicht fernsehen oder dich nicht mit deinen Freunden treffen», halte ich gar nichts. In seinen Augen hat das Kind ja gar nichts falsch gemacht oder hat subjektiv gute Gründe für sein Tun! So lässt du es mit seinem Frust allein. Das verhindert doch, dass Kinder etwas daraus lernen, weil sie sich gar nicht gesehen fühlen. Dies wiederum unterminiert die Vertrauensbasis und wird einen Konflikt nie lösen.

Ich bin froh, dass heute den meisten klar ist: Strafen schadet nicht nur dem Kind, sondern auch unserem würdigen Miteinander. Denn bestrafen ist gleichzeitig Beschämung der Eltern – weil sie zu einem Mittel greifen, das die Familie schwächt. Besser finde ich nachvollziehbare Konsequenzen. Sie sind Teil des guten Neins.

Wie meinen Sie das?

Ich meine damit Konsequenzen, die sich aus der jeweiligen Situation ergeben. Wie etwa: «Wir haben besprochen, dass du mit der Steinschleuder nicht aufs Haus zielst, die Fenster können kaputtgehen. Schaffst du das nicht, muss ich sie dir für eine Weile wegnehmen.» Oder wenn der Nachwuchs es von seiner Entwicklung her nicht schafft, nachts das Handy mit seinen hundert neuen Nachrichten im Klassenchat auszulassen, schläft das Gerät eben wieder in der Küche statt im Kinderzimmer. Damit frustriere ich das Kind zwar auch, aber es ist keine Strafe, sondern ich organisiere für uns ein gutes Miteinander.

Kinder brauchen mehr Freiheiten! Sie sollten nicht nur in der Erwachsenenspur durch den Tag geleitet werden.

Muss ich als Mutter in meinen Handlungen immer konsequent sein? Oder sind Ausnahmen erlaubt?

Eine Konsequenz im Sinne von «Ich muss immer gleich handeln» braucht es nicht. Kinder suchen vielmehr die Konsistenz, also dass es für sie nachvollziehbar ist: «Heute machen wir Picknick auf dem Boden» – damit hat niemand ein Problem, Kinder schon gar nicht. Ob du die Ausnahme nun mit Worten begründest oder durch die Freude in deinem Gesicht – sie werden morgen wieder problemlos am Tisch essen.

Und wie sieht es mit Bestechen aus?

Auch da zählt das Muster. Wir Erwachsene belohnen uns ja schliesslich manchmal auch und gucken beispielsweise eine Serie, wenn wir die Küche aufgeräumt haben. Warum dann nicht das: «Lass uns von den Gummibärli naschen, wenn du dein Zimmer aufgeräumt hast! Und klar helfe ich dir dabei!»

Wirklich?

Wenn einem das den Abend rettet – warum nicht? Man wird ja nicht jedes Mal eine Belohnung in Aussicht stellen, wenn die Hausaufgaben gemacht werden, sondern nur in besonderen Situationen. Nur so wirken schliesslich Belohnungen. Da darf man nicht so fundamentalistisch sein, schliesslich leben wir nicht in einer idealen Welt.

Was Kinder stark macht: Herbert Renz-Polster
«Kinder entwickeln sich nicht, wenn Mütter und Väter alles für sie tun», sagt Herbert Renz-Polster hier im Gespräch mit Fritz+Fränzi-Autorin Kristina Reiss.

Meine dreijährige Enkelin zum Beispiel besucht einen Kindergarten, in dem sich die Kinder selbst anziehen müssen, wenn sie nach draussen gehen, bereits mit drei Jahren schon. Im Winter ist das zum Teil ganz schön anspruchsvoll, und meine Enkelin kommt dann regelmässig unter Druck, weil andere schon angezogen sind und sie nicht.

Anstatt ihr wohlwollend eine Brücke zu bauen und ihr ein wenig zu helfen, machen die Verantwortlichen dort einen Riesenstress – typisch altes Autoritätsgehabe übrigens. Deshalb üben die Eltern mit der Kleinen nun zu Hause: Anstatt spielen erst eine Runde anziehen und danach gemeinsam Kuchen essen – auch solche Belohnungen sind voll in Ordnung.

Neben Klarheit in der Erziehung fordern Sie in Ihrem Buch, Kinder als «Wurzelflügelwesen» wahrzunehmen und sie auch so zu behandeln. Was meinen Sie damit?

Der Begriff knüpft an das alte Bild an, dass Kinder sowohl Wurzeln als auch Flügel zum Aufwachsen brauchen. Sichere Bindung, Nähe und Zugehörigkeit gehören zum Fundament kindlicher Entwicklung und geben Sicherheit, sprich Wurzeln. Gleichzeitig ist es wichtig, dass der Nachwuchs selbst in Aktion treten und seine Flügel ausspannen kann, um die Welt zu entdecken.

Kinder benutzen also ihre Wurzeln als Sprungbrett, um aus der Verbindung heraus das Eigene zu versuchen. Diese eigene Spur brauchen sie, um zu wachsen. Das ist ihr Flügelraum. Die Flügel müssen sie allerdings selbst trainieren, denn Kinder entwickeln sich nicht, wenn Mütter und Väter alles für sie tun. Vielmehr wachsen Kinder an ihren eigenen Erfahrungen und an den Herausforderungen, die sie meistern.

Was heisst das konkret?

Kinder brauchen mehr Freiheiten! Sie sollten nicht nur in der Erwachsenenspur durch den Tag geleitet werden, von einem Programmpunkt zum nächsten. Ich finde es tragisch, dass heute der Tenor manchmal lautet: «Früher waren die Kinder viel draussen, heute aber ist das alles viel zu gefährlich.» Stattdessen müsste man fragen: «Wie können Aussenräume so gestaltet werden, dass dies auch heute möglich ist?» Es braucht mehr Spielstrassen, mehr bespielbare Flächen – dafür gilt es sich einzusetzen!

Gleichzeitig müssen wir Kindern eine gewisse Eigenständigkeit zutrauen. Sie alleine in die Schule laufen lassen, statt sie mit dem Auto zu fahren, zum Beispiel. Es gibt ganz viele Dinge, die Kinder ohne Begleitung und Aufsicht von Erwachsenen schaffen – wenn wir sie nur lassen. Kurz: Man kann Kinder nicht stark machen. Sie müssen selbst stark werden – durch eigene Erfahrung, durch eigenes Tun.

Wie gut sind Eltern heute darin, Kindern sowohl Wurzeln als auch Flügel mitzugeben?

Den Wurzelraum haben wir uns nach und nach erobert, der Flügelraum hingegen ist kleiner geworden. Manchmal vergessen wir geradezu, dass der Flügelraum unglaublich wichtig ist für die kindliche Entwicklung. Hier sind wir eindeutig aus der Balance geraten. Das spiegelt sich auch in den sozialen Medien wider, etwa auf Instagram, wo sich viele Eltern inspirieren lassen: 99 Prozent der Beiträge zum Thema Erziehung und kindliche Entwicklung drehen sich dort um die Beziehung zum Kind.

Wie der Nachwuchs jedoch in seiner eigenen Spur unterstützt werden kann – darum geht es eher selten. Doch genau hier sind Eltern mehr denn je gefragt! Wir müssen uns bewusst machen, dass wir eine Doppelrolle haben und nicht nur Wurzelgebende sind, sondern auch Ermöglichende.

Kristina Reiss
ist freischaffende Journalistin und Mutter einer Tochter, 12, und eines Sohnes, 9. Sie lebt mit ihrer Familie am Bodensee.

Alle Artikel von Kristina Reiss

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