Die Leere nach den Likes

Soziale Netzwerke sind persönlicher als andere Netzangebote und darum stärker an Emotionen gekoppelt. Das hat auch negative Auswirkungen auf die Gefühlswelt der Jugendlichen, findet unser Kolumnist Thomas Feibel.
Es ist schwer, mit Kindern ein ernsthaftes Gespräch über soziale Netzwerke zu führen. Oftmals liegt das am mangelnden Grundverständnis von uns Eltern. Selbst wenn wir auf Facebook, Instagram oder Whatsapp aktiv sind, unterscheidet sich unsere Nutzung eklatant vom Medienverhalten unserer Kinder. Während wir Erwachsenen die Ich-Findung weitgehend abgeschlossen haben, befinden sich Kinder und Jugendliche in der Orientierungsphase. Sie nutzen soziale Medien als Instrument, um sich und ihre Wirkung auf andere auszuprobieren. Aus diesem Grund fühlen sich Heranwachsende häufig unverstanden, sobald wir sie auf etwaige Gefahren sozialer Medien hinweisen wollen. 

Wenn es um Netzthemen geht, halten sie uns ohnehin für völlig ahnungslos und sich selbst für die Experten. Das kränkt uns Eltern natürlich. Andererseits spüren Kinder und Jugendliche die Macht der Eltern und die Gefahr eines Verbots. Diese unterschiedlichen Positionen machen Gespräche sehr diffizil. Dennoch müssen sie stattfinden, da soziale Netzwerke nicht nur Gefahren bergen, sondern auch grosse Auswirkungen auf die Gemütslage der Kinder haben. 

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