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«Wir haben verlernt, normale Körperformen schön zu finden»

Lesedauer: 9 Minuten

Die Kinder- und Jugendpsychiaterin Dagmar Pauli über falsche Ideale, schlechte Vorbilder auf Instagram und Anzeichen, an denen Eltern eine beginnende Essstörung bei ihren Kindern erkennen.

Frau Pauli, wie viele Teenager sind hierzulande an einer Essstörung erkrankt?

Das ist schwer zu sagen, da wir von einer hohen Dunkelziffer ausgehen müssen. Belegt ist, dass etwa 5 Prozent der Menschen im Laufe ihres Lebens eine Essstörung entwickeln. Etwa 1 Prozent der jungen Frauen erkrankt an einer Magersucht, etwa 2 Prozent an einer Bulimie. Am häufigsten beginnen Essstörungen im Alter von 14 bis 16 Jahren, eine Bulimie meist im Alter von 17 bis 20 Jahren. Allerdings haben Essstörungen bei jüngeren Kindern in den letzten Jahren zugenommen.

Wie entsteht eine Essstörung?

Aus meiner Sicht kommt dem Umfeld eine wichtige Rolle zu. Dazu gehören übertriebene Schönheits­ideale der Gesellschaft und Darstellungen extrem schlanker Models, die durch die Werbe- und Modebranche in den Medien verbreitet werden. Oder Fitness-Influencerinnen, die regelmässig berichten, wie viel Sport sie machen, was sie essen, und dabei Fotos posten, auf denen sie untergewichtig sind.

Dagmar Pauli ist Chefärztin und stellvertretende Klinikdirektorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und Präsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für Essstörungen (SGES). Als Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (FHM) hat sie langjährige Erfahrung in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Essstörungen, Depressionen und Gendervarianz sowie im Bereich Familienberatung und Familientherapie.
Dagmar Pauli ist Chefärztin und stellvertretende Klinikdirektorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und Präsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für Essstörungen (SGES). Als Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (FHM) hat sie langjährige Erfahrung in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Essstörungen, Depressionen und Gendervarianz sowie im Bereich Familienberatung und Familientherapie.

Und solche Bilder setzen sich in den Köpfen fest?

Genau. Dadurch haben wir verlernt, normale Körperformen schön zu finden. Bei vielen jungen Menschen löst das starke Selbstzweifel aus, weil sie sich ständig mit den unerreichbaren Idealen vergleichen. Eine Essstörung entsteht einerseits auf dem Nährboden gesellschaftlicher Bedingungen, andererseits hat sie immer auch mit der betroffenen Person selbst zu tun. Ein geringes Selbstwertgefühl oder sehr hohe Ansprüche an sich selbst, aber auch eine genetische Veranlagung sind zum Beispiel Faktoren, die zur Entstehung einer Essstörung beitragen können.

Welche Bedeutung haben die sozialen Medien?

Jugendliche sind in sozialen Medien wie Instagram ständig präsent und vergleichen sich dort mit anderen. Sie inszenieren sich auf Selfies und manipulieren diese oft mit Bildbearbeitungstools, um besonders schlank auszusehen oder die gewünschte Figur zu haben.

Studien haben gezeigt, dass junge Frauen, die sich viel in sozialen Medien aufhalten und sich dort mit den Bildern extrem schlanker Vorbilder vergleichen, ihre eigene Figur weniger gut akzeptieren und sich weniger selbstbewusst fühlen als junge Frauen, die das nicht tun.

Warum sind Jugendliche anfällig für Ideale, die zu Essstörungen führen können?

Jugendliche orientieren sich stark an anderen, vor allem an Gleichaltrigen. Der Selbstwert wird oft am Aussehen festgemacht. Und häufig ist das Selbstwertgefühl in diesem Alter noch nicht so gefestigt. Berücksichtigt man den Einfluss der vorher genannten Aspekte, überrascht es nicht, dass Jugendliche heute ein negativeres Körperbild haben als noch die Generation vor ihnen. ­Viele finden sich «falsch» oder «zu dick». Die Folge sind oft Probleme mit dem Selbstwert – und die machen anfälliger für Essstörungen.

Beim Thema Essstörungen denkt man zunächst an die Mädchen.

Mädchen erkranken etwa zehn Mal so häufig an einer Essstörung als Buben, bei den Essstörungen mit Essattacken sind es etwa fünf Mal so viele. Dieses Verhältnis bleibt bis ins Erwachsenenalter etwa gleich. Die Symptome sind bei Jungen und Mädchen ähnlich. Allerdings wird eine Essstörung bei Buben oft nicht bemerkt, weil man sie eher bei Mädchen vermutet.

Buben wollen oft durch Training Muskeln aufbauen und möglichst wenig Körperfett haben. Werden sie darüber aufgeklärt, dass sie bei einem Training ohne ausreichende Kalorienzufuhr eher Muskeln ab- statt aufbauen, ist das für sie oft ein Aha-Erlebnis. Ob sie dann ihr Verhalten ändern ­können, hängt aber davon ab, wie tief sie schon in die Essstörung gerutscht sind.

Besorgniserregend ist, dass ­Essstörungen in immer jüngerem Alter auftreten.

Tatsächlich kommen häufiger als früher schon 11- oder 12-jährige Kinder zu uns in die Klinik. Einige sind sogar erst 8 oder 9 Jahre alt. Das hängt möglicherweise damit zusammen, dass die sozialen Medien immer früher genutzt werden. Und damit, dass die Kinder früher in die Pubertät kommen und sich dann stärker mit dem eigenen Körper beschäftigen.

3 Formen von Essstörungen
Anorexie, Bulimie & Binge Eating
  • Bei der Anorexie oder Magersucht nehmen die Betroffenen stark ab, indem sie bewusst wenig essen und kalorienreiche Nahrungsmittel meiden. Manche treiben zudem exzessiv Sport oder erbrechen. Ausserdem haben die Betroffenen ein gestörtes ­Körperbild: Sie nehmen sich als dick wahr, auch wenn sie bereits sehr dünn sind. Typisch sind auch körperliche Symptome wie das Ausbleiben der Menstruation oder Haarausfall.
  • Bei einer Bulimie kommt es zu Essattacken: Die Betroffenen verlieren die Kontrolle über die Nahrungsaufnahme und essen extrem grosse Mengen auf einmal. Anschliessend ergreifen sie «Gegenmassnahmen», um die Kalorien wieder loszuwerden: Sie erbrechen, nehmen Abführmittel oder treiben exzessiv Sport.
  • Beim Binge Eating kommt es ebenfalls zu Essattacken, aber ohne Gegenmassnahmen wie Erbrechen oder exzessiven Sport.

Typisch ist, dass sich die Symptome der ­verschiedenen Formen häufig mischen oder abwechselnd auftreten. Am Anfang steht oft eine Magersucht, die später in eine Bulimie übergeht.

Welche Warnzeichen weisen auf eine Essstörung hin?

Alarmierend ist, wenn ein Kind oder Jugendlicher Untergewicht hat oder schnell an Gewicht verliert – auch wenn er oder sie vorher Übergewicht hatte. In diesem Fall sollten die Eltern schnell reagieren und die Ursachen des Gewichtsverlusts bei der Kinderärztin oder dem Kinderarzt abklären lassen. Generell sollte man hellhörig werden, wenn ein Kind abnimmt oder nicht entsprechend seines Alters und Wachstums zunimmt.

Worauf sollten Eltern noch achten?

Auch ein auffälliges Ess- und Bewegungsverhalten kann auf eine Essstörung hinweisen: etwa, wenn ein Kind Mahlzeiten vermeidet, sehr langsam oder nur noch bestimmte Nahrungsmittel wie Salat und Gemüse isst. Oder auch, wenn es sich zwanghaft bewegt, zum Beispiel alleine und ohne viel Freude Turnübungen macht oder jeden Tag joggen geht. Ein Warnzeichen ist auch, wenn sich die Gedanken ständig, quasi zwanghaft, um die Themen Essen, Gewicht und Aussehen drehen.

Was raten Sie Müttern und Vätern in solchen Fällen?

Dass sie zügig und beherzt handeln. Ist das Kind jünger, können sie sich zunächst bei einer Beratungsstelle, dem Kinderarzt oder einem Sorgentelefon informieren. Bei Jugendlichen ab etwa 12 Jahren ist es sinnvoll, sie selbst auf ihr Essverhalten anzusprechen.

Dagmar Pauli stellt fest, dass häufiger als früher auch jüngere Kinder in ihre Klinik kommen.
Dagmar Pauli stellt fest, dass häufiger als früher auch jüngere Kinder in ihre Klinik kommen.

Man kann zum Beispiel sagen: «Ich habe dieses oder jenes bei dir beobachtet und habe den Eindruck, dass es dir nicht gut geht. Ich mache mir Sorgen.» Wichtig ist immer, mit seinem Kind ins Gespräch zu kommen und dabei Ich-Botschaften zu verwenden: «Ich möchte mit dir zu einer Beratungsstelle gehen und klären, ob meine Sorgen berechtigt sind oder nicht.»

Und wenn mein Kind sich weigert?

Dann sollten Sie Ihre Autorität als Mutter oder Vater nutzen und darauf bestehen, zumindest einmal zu einem solchen Gespräch zu gehen. Dadurch kann oft schon viel erreicht werden.

Was können Eltern dafür tun, dass eine Essstörung gar nicht erst entsteht?

Es ist wichtig, den Kindern einen natürlichen, entspannten Umgang mit Essen und Bewegung zu vermitteln. Man sollte seine Kinder nicht zum Essen zwingen – aber auch nicht ständig über Kalorien und die Figur sprechen. Wichtig sind regelmässige, gemeinsame Mahlzeiten. Und die Eltern sollten bei den Themen Essen und Körper gute Vorbilder sein.

Im Buch «Size Zero» schreiben Sie von einem Zwei-Generationen-Effekt. Was meinen Sie damit?

Die heutigen Mütter sind bereits mit dem Ideal aufgewachsen, sehr schlank zu sein. Unabsichtlich geben sie dieses Ideal an ihre Kinder weiter, indem sie sehr stark auf das Gewicht und die Figur ihres heranwachsenden Kindes achten. Heutige Kinder wachsen schon früh mit den Themen gesunde Ernährung, Diät und Fitness auf. Dabei geht oft die natürliche Einstellung zum Essen verloren. Gesundheit und Figur sind in solchen Familien oft ein Dauerthema, auch am Familientisch.

Die meisten ­würden doch aber von sich behaupten, eine entspannte ­Einstellung zum Essen zu haben.

Den meisten Eltern ist gar nicht bewusst, dass sie ihren Kindern zum Beispiel über ständiges «Herummäkeln» an der eigenen Figur eine negative Körpereinstellung vermitteln.

Was kann ich als Mutter oder Vater tun, damit sich das ändert? 

Der erste Schritt wäre, dass wir als Eltern uns Gedanken machen über unser eigenes Körperbild und unser Verhältnis zum Essen. Wie stehe ich zu meinem Körper, zu meinen ­Rundungen? Kann ich das Essen geniessen oder bin ich ständig damit beschäftigt, dass ich eigentlich weniger essen sollte und abnehmen will?

Es ist wichtig, den Kindern einen natürlichen, entspannten Umgang mit Essen und Bewegung zu vermitteln.

Leben wir unseren Kindern ein gesundes und genussvolles Essverhalten vor, indem wir das Essen gut zubereiten, ausgewogen und reichhaltig essen und gemeinsam am Tisch sitzen? Oder nimmt sich jeder schnell etwas aus dem Kühlschrank? Gemeinsame Mahlzeiten, bei denen man genug isst und sich austauscht, beugen nicht nur Essstörungen und Übergewicht vor, sie fördern auch ein gesundes Familienklima.

Und was ist, wenn die beste Freundin der Tochter ständig davon redet, schlanker sein zu wollen? Irgendwann orientieren sich die Kinder doch eher an den Freunden statt am eigenen Elternhaus.

Wenn die Tochter von solch einem Verhalten erzählt oder ich als Mutter beziehungsweise Vater etwas davon mitbekomme, lohnt es sich, in der Familie darüber zu sprechen und das herrschende Schönheitsideal und den Diätwahn kritisch zu hinterfragen.

Was kann ich ausserdem tun?

Ganz entscheidend ist, das Selbstwertgefühl der Kinder zu stärken. Man kann ihnen klarmachen, dass nicht nur Körper und Aussehen wichtig sind, sondern auch ihre vielen anderen Eigenschaften, wobei ich nicht nur Leistungen und Fähigkeiten meine.

Es geht vor allem darum, ihnen zu zeigen, dass sie einfach als Mensch toll, liebenswert und attraktiv sind, so wie sie sind. Negative Bemerkungen – auch nur sub­tile Anspielungen – über ihr Aussehen sollte man unbedingt vermeiden. Denn gerade Jugendliche, die in die Pubertät kommen, reagieren hier sehr sensibel.

Viele Eltern möchten ihren Kindern eine gesunde Lebensweise mit einer ausgewogenen Ernährung und ­ausreichend Bewegung vermitteln. Wie kann gleichzeitig ein ­«entspannter» Umgang mit Essen und dem eigenen Körper gelingen?

Mütter und Väter sollten ihren Kindern einfach eine ausgewogene, abwechslungsreiche Mischung verschiedener Nahrungsmittel anbieten – und dabei nicht zu viel Süsses, Fettiges oder Salziges. Zum Frühstück kann das mal Müesli, mal Brot, mal Joghurt oder Obst sein.

Jeder sollte einfach essen, worauf er Appetit hat. Auch zwischendurch ein süsses Leckerli ist in Ordnung. So vermeidet man auch, dass Heisshunger auf Süsses entsteht. Zu den Hauptmahlzeiten ist abwechslungsreiche Ernährung wichtig, möglichst selbst zubereitet. Nicht sinnvoll ist es dagegen, ständig darüber zu reden, was gesund ist, oder das Essen im Detail zu «analysieren».

Was können Kinder und Jugendliche selbst tun, um sich vor einer ­Essstörung zu schützen?

Zunächst mal können sie sich kritisch mit gängigen Schönheitsidealen beschäftigen und sich auch bewusst davon distanzieren. Generell können sie sich fragen: Was tut mir gut? Was stärkt mein Wohlbefinden und mein Selbstwertgefühl? Zum Beispiel followe ich vielleicht einer sehr schlanken Person und merke, dass mich das unter Druck setzt und mir nicht guttut. Dann kann ich mich auch bewusst entscheiden, ihr nicht mehr zu folgen.

Jugendliche können sich kritisch mit gängigen Schönheitsidealen beschäftigen und sich bewusst davon distanzieren.

Genauso kann ich mir bewusst überlegen: Welche Freundinnen möchte ich haben? Mit wem möchte ich essen gehen – mit denen, die ständig Kalorien zählen, oder mit Freundinnen, mit denen gemeinsam essen Spass macht? Eltern können ihre Kinder dabei auch unterstützen, indem sie nachfragen: Wie ist es für dich, wenn die Freundin immer vom Abnehmen redet? Denkst du dann auch häufiger daran, dass du dünner sein solltest? Verbote nützen hier jedoch nichts, die Jugendlichen müssen selbst merken, was ihnen guttut.

Wo finden Eltern und betroffene ­Kinder und Jugendliche Hilfe?

Auch wenn manche Betroffene glauben, aus einer Essstörung alleine wieder herauszukommen – in Wirklichkeit ist das sehr schwer. Wenn jemand die Kalorienzufuhr bereits stark eingeschränkt hat oder wenn Essattacken auftreten, ist es wichtig, sich professionelle Unterstützung zu suchen.

Dazu kann man sich an ambulante Kinder- und Jugendpsychiatrien oder niedergelassene Kinder- und Jugendpsychiaterinnen, an Beratungsstellen für Essstörungen oder an Kinderärzte wenden. Auf der Website der Schweizerischen Gesellschaft für Essstörungen gibt es die Möglichkeit, nach Fachpersonen zu suchen.

In Ihrem Buch diskutieren Sie auch die Verantwortung der Politik. Was muss auf politischer Ebene getan werden, um Essstörungen vorzubeugen?

Das Problem ist, dass die Politik sich beim Thema Schlanksein nicht einmischt. Es gibt zum Beispiel keinen minimalen Body-Mass-Index für Models, der festlegt, wie dünn diese sein dürfen. Es gibt auch keine flächendeckenden Präventionsmassnahmen in Schulen, die vermitteln, was ein gesundes Körperbild und eine gesunde, ausgewogene Ernährung ausmacht.

Weitere Informationen zu Ess-Störungen

  • Die Arbeits­gemeinschaft Ess-Störungen AES gibt wertvolle Tipps in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Tagesstrukturen.  Weitere Infos finden Sie hier: www.aes.ch 
  • Dagmar Pauli: Size Zero. Essstörungen ­verstehen, erkennen, behandeln. 
    C.H. Beck 2018, ca. 27 Fr.
  • Die Website der Schweizerischen Gesellschaft für Essstörungen (SGES) bietet zahlreiche ­Informationen zu Essstörungen und ihrer Behandlung sowie die Möglichkeit, nach Experten und Anlaufstellen zu suchen:  www.sges-ssta-ssda.ch

Wichtig wäre zum Beispiel, nicht einseitig auf die Vorbeugung gegen Übergewicht und eine Ernährung mit wenig Fett und Zucker hinzuarbeiten. Sondern auch darauf, dass Kinder und Jugendliche ein gesundes Körperbild und ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln. Gleichzeitig sollten die Jugendlichen in der Schule lernen, Medien kritisch zu hinterfragen, die ein übertrieben schlankes Körperideal vermitteln, und Fotos zu «entlarven», auf denen Körperformen manipuliert wurden.

Wie gut sind die Chancen, nach einer Essstörung zu einem normalen Essverhalten zurückzufinden?

Wenn die Essstörung erst seit wenigen Monaten besteht, sind die Chancen dafür sehr gut. Besteht eine Essstörung aber schon über Jahre, bleiben oft Restsymptome zurück. Doch nur etwa 10 Prozent der betroffenen Jugendlichen haben auf ­Dauer eine ausgeprägte Essstörung. Generell kann man sagen: Je länger die Essstörung anhält, desto mehr verfestigt sie sich. Umgekehrt bedeutet das auch: Je früher man eingreift, desto besser sind die Chancen, die Essstörung wieder ganz zu über­winden.

Christine Amrhein
ist Psychologin. Sie lebt und arbeitet als freie Wissenschaftsjournalistin in München.

Alle Artikel von Christine Amrhein

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