Ich erzähle: «Mein Mittelstufenlehrer ist mein Vorbild»

«Ihre Tochter ist ein Fall fürs Gymi», sagte der Primarlehrer den Eltern Slaven, 40, und Sanela Matan, 38. Heute ist die 14-jährige Ivana im 3. Jahr des Langzeitgymnasiums.
Ivana: «Ich ging immer gern zur Schule, fehlte nicht gern. Vom Gymnasium hörte ich erstmals von einer Freundin, deren Cousine hinging. Für mich wurde es in der fünften Klasse aktuell. Mein Lehrer meinte, ich sei eine Gymi-Kandidatin.»

Slaven: «Er bat uns zum Gespräch – Ivanas Noten sprächen für sich, sie müsse unbedingt zur Prüfung antreten. Das hat uns gefreut.»

Sanela: «In Kroatien ist es für gute Schüler selbstverständlich, ans Gymi zu gehen.»

Slaven: «Ich kam mit neun in die Schweiz, ging gern zur Schule und versuchte sogar die Gymi-Prüfung. Aber das Deutsch reichte damals nicht. Ich machte eine Lehre als Maschinenzeichner.»

Sanela: «Ich hatte in Kroatien zwei Jahre studiert, dann kam ich vor 16 Jahren in die Schweiz. Ich übte Deutsch, wollte mich gut verständigen können, wenn Ivana in den Kindergarten kommt. Dort stellte ich fest, dass fast kein Kind Deutsch sprach. Das war ein Schock. Ich machte mir Sorgen: Wie sollte mein Kind da etwas lernen?»

Slaven: «Ich sah es nicht so dramatisch. Ivana hatte eine gute Zeit in der Quartierschule, in der Mittelstufe hatte sie eine gute Klasse und einen engagierten Lehrer.»

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