Gewalt in der Erziehung ist noch zu verbreitet

Jeder Schlag ist ein Schlag zu viel. Die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen EKKJ sieht dringenden Handlungsbedarf in Bezug auf Gewalt in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen. 
Kürzlich feierte die Schweiz 30 Jahre UNO-Kinderrechte. In eben dieser Konvention ist das Recht des Kindes auf eine gewaltfreie Erziehung festgelegt. Und doch sieht der Alltag in der Schweiz leider anders aus, wie neue Studien zeigen. Auch wenn physische Gewalt seltener vorkommt als vor 25 Jahren, sind davon meist die jüngsten Kinder betroffen und die Ohrfeige ist noch zu normal. Zudem geben zwei Drittel der befragten Eltern an, psychische Gewalt anzuwenden. Aufgrund dieser Studien fordert die EKKJ nun, das kindliche Recht auf gewaltfreie Erziehung stärker zu verankern.

Beispielsweise soll das Züchtigungsrecht unmissverständlich aus dem Zivilgesetzbuch gestrichen werden. Weiter sollen Fachpersonen noch besser geschult werden im Umgang mit misshandelten Kindern und Bund und Kantone sollen ihre Bemühungen im Umgang mit Gewalt in Familien verstärken.

Die Kommission hat ihre Empfehlung in einem Positionspapier festgehalten, das hier nachgelesen werden kann. In diesem Papier wird weiter festgestellt, dass «die vom Bundesrat in seinem Bericht vom 19. Dezember 2018 vorgeschlagenen Massnahmen im
Bereich Schutz der Kinder vor jeglicher Form von Gewalt (Kapitel 5.3) richtig sind», man jetzt aber ein «rasches Vorgehen» erwarte.

Das Positionspapier zum Nachlesen und weitere Infos: www.ekkj.ch

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