Bindung: So wichtig sind die Väter

Geht es um das Thema Bindung, denken viele an die Beziehung zwischen Mutter und Kind. 5 Gründe, warum auch Väter eine zentrale Rolle in der Entwicklung eines Kindes spielen.
1. Auch Männer können von Natur aus Bindungskandidaten sein. Bei Vätern ist das Männlichkeitshormon Testosteron niedriger und der Prolaktinspiegel – das Hormon, das für das Stillen notwendig ist – höher als bei kinderlosen Männern. Man nimmt an, dass diese hormonellen Gegeben­heiten in Zusammenhang mit dem Fürsorgeverhalten gegenüber dem Neugeborenen stehen. Dasselbe wird nämlich bei den männlichen Tamarin-Affen beobachtet, die sich sehr bei der Pflege des Nachwuchses engagieren. Väter besitzen, im Gegensatz zu kinderlosen Männern, eine den Müttern ebenbürtige Kompetenz im Umgang mit Babys und Kleinkindern. Allerdings ist diese Kompetenz stärker als bei ihren Partnerinnen davon ab­hängig, ob sie von Anfang an Bet­reuungsaufgaben und Verantwortung für den Säugling übernehmen.

2. Untersuchungen zeigen, dass die Mutter-Kind-Bindung von Sicherheit, Trost, Zuverlässigkeit sowie Stressreduktion geprägt ist, die Vater-Kind-Bindung von Assistenz, Neugier und der sicheren Erkundung der Welt.

3. Väter verwenden einen wesent­lichen Teil ihrer Zeit mit dem Kind fürs Spielen. Sie spielen dann überraschender und herausfordernder als Mütter. Selbst im Umgang mit Säuglingen sind Väter oft wesentlich ungestümer als die Mütter. Sie vollführen die waghalsigsten Spielchen mit ihnen, sie werfen sie in die Luft und so weiter. Väter erzeugen damit «Stimula­tionszyklen», die rasant und dramatisch sind, weil sie unaufhörliche Wechsel zwischen Ruhe und Aufregung enthalten.
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