Medienkompetenz war gestern. Kinder brauchen Lesefähigkeit!

Seit Jahren sind Experten, Eltern und Lehrpersonen überzeugt, dass Kinder und Jugendliche vor allem Kompetenz im Umgang mit Medien entwickeln müssen. Aber stimmt das wirklich? Unser Kolumnist sagt Nein. 
Die «Medienkompetenz» ist in die Jahre gekommen. Der Begriff stammt aus einer Zeit, als die «neuen Medien» tatsächlich noch neu waren und das Internet gerade seine ersten Gehversuche hinter sich hatte. Damals hiess die bekannteste Suchmaschine «Yahoo», gechattet wurde mit «ICQ» und eine illegale Musiktauschbörse namens «Napster» hob eine gesamte Industrie aus den Angeln.

In jenen Jahren bestanden die Ängste von Eltern hauptsächlich darin, dass ihre Kinder mit Wildfremden in Kontakt geraten könnten oder dass sie durch das Web ungehinderten Zugang zu verstörenden Inhalten wie Pornografie und Rechtsradikalismus fanden. In dieser Zeit wurde erstmals der Ruf nach Medienkompetenz als Schulfach laut.

Seitdem ist in der Schule einiges geschehen, aber leider viel zu wenig. Dafür schritt die technologische Entwicklung umso rasanter voran. Allein die sozialen Netzwerke krempelten das Web vollkommen um. Heute legen Kinder und Jugendliche ihr Smartphone kaum noch aus der Hand, entziehen sich zusehends der Kontrolle durch Erwachsene. Viele Eltern und Pädagogen fühlen sich beim Thema Medienerziehung überfordert.

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