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Warum schwimmen wir in Plastik?

Lesedauer: 1 Minuten

PET-Flaschen, Flip-Flops, Fischernetze: Antworten auf die wichtigsten Kinderfragen rund um Plastikmüll am und im Meer.

Text: Swantje Zorn
Bild: SRF

In Zusammenarbeit mit SRF Kids

1. Wie kommt das Plastik ins Meer?

Der meiste Plastikmüll stammt vom Land. Zum Beispiel wird er aus Müllkippen an der Küste ins Meer geweht oder landet über Bäche und Flüsse in den Ozeanen. Manchmal lassen Menschen auch einfach ihren Müll am Strand liegen. Viel Müll stammt aber auch von Schiffen, zum Beispiel gehen oft Fischernetze verloren oder es werden Abfälle direkt ins Meer gekippt.

Warum schwimmt ein Schiff? Was ist Food Waste?

Antworten auf diese Fragen liefern die Erklärvideos von «SRF Kids – Clip und klar!». Für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren. So macht Wissen Spass.

2. Warum ist Plastikmüll ein Problem?

Plastik verrottet nur sehr langsam und kann Hunderte von Jahren im Meer treiben. Inzwischen ist es so viel, dass sich Müllinseln gebildet haben, die so gross wie ganze Länder sind. Plastikmüll ist sehr gefährlich für Tiere: Unzählige Seevögel, Schildkröten, Robben und Wale verfangen sich darin, verletzen sich oder ersticken.

Das ungesunde Mikroplastik kann durch den Verzehr betroffener Fische auch in den menschlichen Körper gelangen.

Ausserdem verwechseln viele Tiere das Plastik mit Nahrung und sterben daran. Ein grosses Problem ist auch das sogenannte Mikroplastik: Diese winzigen Teilchen entstehen, wenn Plastik im Meer durch Wellen, Wind und Sonne in immer klei­nere Stückchen zerfällt. Auch in Shampoo, Zahnpasta oder Kleidung aus Kunstfasern steckt oft Mikroplastik drin und gelangt übers Abwasser ins Meer. Dort wird es zum Beispiel von Fischen verschluckt. Wenn wir Menschen dann diese Fische essen, kann das ungesunde Plastik auch in unseren Körpern landen.

Müllstrudel in den Ozeanen

Expertinnen schätzen, dass sich inzwischen bis zu 150 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Ozeanen angereichert haben. Pro Jahr kommen mehr als 10 Millionen Tonnen hinzu. Laut Umweltprogramm der Vereinten Nationen (www.unep.org) treiben inzwischen auf jedem Quadratkilometer Wasseroberfläche bis zu 18 000 Plastikteile.

Aus dem vielen Plastikmüll haben sich riesige sogenannte Müllstrudel gebildet. Der grösste ist der «Great Pacific Garbage Patch» im Nordpazifik, der mittlerweile in etwa die Grösse Mitteleuropas hat.

3. Was kann ich tun?

  • Plastikmüll vermeiden! Nimm zum Beispiel zum Einkaufen deinen eigenen Beutel mit und benutze ­keine Plastiksäcke. Und wenn du dein Plastikspielzeug nicht mehr magst, wirf es nicht einfach weg, sondern verkaufe oder verschenke es weiter.
  • Richtig entsorgen! Wirf deinen Plastikmüll immer in die Mülltonne, so gelangt er nicht in die Umwelt.
  • Aufräumen! Wenn du am Strand oder anderswo in der Natur Müll entdeckst, dann sammle ihn ein.

Swantje Zorn
ist Autorin für SRF Kids und dreifache Mutter. Sie findet es toll, dass Kinder viele Fragen haben.

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