Kommunikation mit der Schule: Lehrer schreibt an Wandtafel
Schule
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Probleme unter Kindern sachlich mit anderen Eltern besprechen

Anhand des Beispiels mit den Pla­gereien auf dem Schulweg will ich den Weg zur Lösung solcher Vor­fälle aufzeigen: Das Beste ist immer ein Gespräch zwischen den betrof­fenen Eltern, ohne Beteiligung von Schulvertretern. Die Eltern sollen versuchen, sachlich und ohne gegen­seitige Schuldzuweisungen ihren Kindern begreiflich zu machen, dass jede Art von Plagerei allen schadet und niemandem nützt. Falls es nicht möglich ist, andere Eltern gelassen auf Probleme anzusprechen, holt man sich besser Unterstützung von Fachpersonen wie Lehrpersonen, Schulleitenden oder Schulsozial­arbeitenden. Keinesfalls aber geht es an, dass Eltern andere Kinder auf dem Schulweg abpassen und sie gar anrühren.
Je mehr Transparenz herrscht, desto grösser ist das gegenseitige Vertrauen. So gewinnen Eltern eine positive Haltung zur Schule. 
Bei Konflikten mit der Schule ist es sehr wichtig, dass die Eltern früh­zeitig ihre Sichtweise einbringen und nicht erst dann, wenn ihnen der Kragen platzt. Melden Sie sich also lieber früher als später, wenn Sie von irgendetwas irritiert sind. Ihre erste Ansprechperson ist die Lehrperson. Kontaktieren Sie die Schulleitung dann, wenn mit der Lehrperson kei­ne Einigung erreicht werden kann oder ein Konflikt entsteht.

Kooperation fördert den Schulerfolg

Gerade weil Schule und Elternhaus unterschiedliche Ansichten haben können, ist die stetige Kommunika­tion zwischen Eltern und Schule zwecks gegenseitigem Verständnis der Königsweg zu einem guten Kli­ma. So müssen Eltern, Lehrpersonen und Schulleitende im regelmässigen Austausch und in Gesprächen von­ einander wissen, was sie rund um die Kinder beschäftigt. Je mehr Transparenz herrscht, desto grösser ist das gegenseitige Vertrauen. Dies ist das Fundament, auf dem Lehr­personen und Schulleitende bauen und dank dem Eltern eine positive Haltung zur Schule gewinnen. 

Ver­schiedene Forschungsresultate haben gezeigt, dass der Schulerfolg der eigenen Kinder signifikant abhängig ist von der Einstellung der Eltern der Schule gegenüber.

Dazu gehört auch, dass Eltern die Grenzen des Machbaren anerken­nen und respektieren. Nicht alles Wünschenswerte für das eigene Kind lässt sich umsetzen oder ist in fachlicher Hinsicht geschickt. In der Schule haben die Interessen der Gruppe gegenüber dem Einzelnen meist Priorität.
Lehrpersonen und Schulleitende sind auf Ihre Hilfe angewiesen. Besonders auch dann, wenn das Kind auffällig ist. Lange Zeit dachte ich, dass Störungen durch Schüle­rinnen und Schüler in der Schule und nur dort gelöst werden können. Und dass daher die Lehrpersonen versuchen müssen, die Störung durch geschicktes pädagogisches Handeln aufzulösen. Aufgrund eige­ner Erfahrungen bin ich inzwischen zum Schluss gelangt, dass die Eltern in die Lösungsfindung miteinbezo­gen werden müssen. Sie sind der Schlüssel für die Tragfähigkeit der Beziehung zwischen Lehrperson und Schulkindern. Ein Blick in Schulen mit aktivem Elterneinbe­zug, etwa in Form eines Elternrats oder Ähnlichem, zeigt, wie erfolg­reich das Zusammenspiel sein kann. Die Erziehung und Bildung der Kinder ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Eltern und Schule. Ich bin froh, wenn Sie mithelfen, diese Haltung des Miteinanders in die Schulhäuser und Ihre Familie zu tragen.
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Zur Person:

<div><strong>Thomas Minder </strong>ist Präsident des Verbands Schulleiterinnen und Schulleiter VSLCH und leitet die Volksschulgemeinde Eschlikon TG auf Stufe Kindergarten und Primarschule.</div>
Thomas Minder ist Präsident des Verbands Schulleiterinnen und Schulleiter VSLCH und leitet die Volksschulgemeinde Eschlikon TG auf Stufe Kindergarten und Primarschule.

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