Familienleben
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6. Gut mit der Hitze leben

Selbst wenn wir bei extremen Temperaturen ins Schwitzen kommen, sollten wir den hohen Stromverbrauch von Klima-Anlagen und Ventilatoren weitgehend vermeiden. Haus und Wohnung tagsüber mit Storen oder Vorhängen abdunkeln, abends leichten Durchzug ermöglichen und bei grosser Hitze nachts feuchte Tücher vor die Fenster hängen. All das sorgt für eine natürliche Abkühlung.

Ideal ist es, wenn wir unseren Rhythmus den Temperaturen anpassen: Mittags drinnen Siesta halten, nachmittags die Kühle im Wald suchen und weit in den lauen Abend hineinleben. 

Eiskalte Getränke und kaltes Abduschen ziehen kurzfristig die Gefässe zusammen, verschlimmern dann aber das Hitzegefühl!

7. Wäsche draussen trocknen

Im Sommer kann unser Tumbler Ferien machen. Die Sonne nimmt ihm die Arbeit ab, wir brauchen nur einen Wäscheständer oder Gestell draussen aufzubauen. Das darf übrigens in der Schweiz jeder. Wenn Mietvertrag oder Hausordnung untersagen, die Wäsche auf dem Balkon zu trocknen, ist dieses Verbot ungültig. Nur fix befestigte Leinen brauchen eine Genehmigung.

Schöner Nebeneffekt beim Frischluft-Trocknen: Die Sonne bleicht Obst- und Gemüseflecken natürlich weg. Wenn nötig, können wir bei hellen Kleidern mit ein paar Spritzern Zitronensaft nachhelfen. Um Ausbleichen von dunkler Kleidung zu verhindern, direkte Sonne vermeiden oder auf links drehen.
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8. Kleidung upcyclen

Hätten Sie gewusst, dass die Modeindustrie jedes Jahr mehr Treibhausgase verursacht als sämtliche internationale Flüge und Schiffe zusammen? Dauernd neue Kleidung zu kaufen, belastet das Familien-Budget genauso wie die Umwelt.

Gut, dass wir im Sommer viel günstiger an neue Outfits kommen: Die zu kurz gewordenen Jeans und Langarm-Shirts vom Winter einfach abschneiden – ritschratsch, schon gibt es neue Shorts und T-Shirts! Wer keine Fransensäume mag, kann sie umnähen oder mit Bügelband fixieren. Aus Mamas abgelegten Pullis und Papas alten Hemden werden luftige Kleidungsstücke für Kinder; jede Menge Ideen und Schnittmuster gibt es im Kreativlabor Berlin. Nachhaltig sind auch Kleiderbörsen und Second-Hand-Läden.

9. Laufen, radeln, ÖV nehmen

Wer will schon ins muffige Auto steigen, wenn die Sonne so schön scheint? Jetzt ist die beste Zeit, um alle Velos der Familie zu putzen und zu überprüfen – und loszuradeln! Wenn die Kinder aus Sandalen herauswachsen, statt schicke Riemchen lieber bequeme Trekking-Sandalen kaufen; lange zu laufen macht im Sommer darin am meisten Spass. In den Bergen sollten es allerdings knöchelhohe Wanderschuhe sein.

Tram, Bus und Bahn werden für Familien dank Spar-Billetten, Halbtax-Abo, Junior-Karten, Family Card und Co. erschwinglich. Gerade mit kleinen Kindern Plätze reservieren nicht vergessen! Dann ist Reisen im ÖV allemal lustiger und ökologischer als im Stau zu stehen.
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10.  Ferien in der Nähe machen. 

Mal ganz ehrlich, wann ist es in der Schweiz und unseren Nachbarländern schöner als im Sommer? Egal, ob es uns zu den Seen oder in die Berge, zum Sporteln oder Kultur-Entdecken zieht – ins Flugzeug steigen und weit weg fliegen müssen wir dazu nicht. Wir können sparen und länger wegfahren, Krankheiten und Sicherheits-Risiken vermeiden, Wurzeln vertiefen und schöne Familien-Erinnerungen schaffen, ganz in unserer Nähe. Unsere Umwelt und all die netten lokalen Ferien-Anbieter danken es uns!

Haben Sie noch weitere Ideen? Schreiben Sie diese gerne in die Kommentare.


Ulrike Légé ist freie Autorin und wohnt mit ihrer 5-köpfigen Familie in Therwil (BL).

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