Mein Kind trödelt! - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi
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Mein Kind trödelt!

Lesedauer: 4 Minuten

Wenig bringt Eltern so sehr auf die Palme wie Kinder, die trödeln. Warum kann sich die Tochter nicht einfach anziehen und an den Frühstückstisch kommen? Wie man Trödlern sanft auf die Sprünge hilft.

Text: Fabian Grolimund
Illustration: Petra Dufkova/Die Illustratoren

Dieser Artikel wurde am 20. September 2022 aktualisiert.

Als wir bei einem Eltern-Kind-Seminar zum Thema Lernen Eltern und Kinder getrennt voneinander befragt haben, was sie am meisten nervt, stand das Trödeln bei den Eltern weit oben. Für die Kinder war dies keine Überraschung. Sie wussten, dass ihre Tagträume und ihre Langsamkeit die Eltern störten – schliesslich hörten sie den ganzen Tag «Beeil dich!», «Mach vorwärts!», «Bist du immer noch nicht weiter?!».

Die Eltern jedoch überraschte die Antwort der Kinder auf die Frage, was für sie das Schlimmste überhaupt sei. Die Mehrzahl sagte: Das ständige Hetzen und Drängen der Eltern. Erst durch diese Rückmeldung wurde den Eltern bewusst, wie sehr ihr ständiges Antreiben die Kinder beim Lernen unter Druck setzt, ihnen unbeschwerte Momente stiehlt und sie aus dem Spiel herausreisst.

Wir haben also auf der einen Seite Eltern, die ihren Tagesplan im Kopf haben, auf die Uhr schielen und dafür sorgen müssen, dass die Kinder rechtzeitig in der Schule oder beim Sport sind. Auf der anderen Seite stehen die Kinder, die im Moment leben, den Augenblick geniessen und sich in etwas vertiefen möchten. Wie können Familien in diesem Punkt zueinander finden?

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