Jahresbericht Stiftung Elternsein 2019
Elternbildung
Seite 2

Jesper Juul

Am 25. Juli verstarb unser langjähriger Kolumnist Jesper Juul im Alter von 71 Jahren nach langer schwerer Krankheit in Odder, Dänemark. Caroline Märki, Gründerin von familylab.ch, einem Beratungsnetzwerk für Familien und Fachpersonen, kannte Jesper Juul seit vielen Jahren. Sie schrieb für Fritz+Fränzi einen berührenden Nachruf über einen Mann und Freund, «der mein Leben verändert und unendlich bereichert hat».

Wir sind Caroline Märki dankbar, dass wir seit der Oktober-Ausgabe jeden Monat ein Kapitel aus Jesper Juuls mittlerweile vergriffenem Buch «Wir sind für dich da. 10 Tipps für authentische Eltern» abdrucken dürfen. Auch nach seinem Tod lebt der bedeutendste Erziehungstherapeut Europas in allen Menschen weiter, die von ihm gelernt haben.

LCH und VSLCH

Bei unseren Inhaltspartnern sind 2019 wichtige personelle Entscheidungen gefallen, die die Stiftung Elternsein nachhaltig betreffen. Beat W. Zemp leitete während knapp 30 Jahren die Geschicke des Dachverbands Lehrerinnen und Lehrer Schweiz. Im August schied er aus dem Amt des Präsidenten. Wir verabschiedeten den charismatischen obersten Lehrer der Schweiz mit einem grossen Interview in Fritz+Fränzi.

In der Ausgabe 12/19 begrüssen wir seine Nachfolgerin Dagmar Rösler. Die Primarlehrerin und zweifache Mutter sagt, dass sie nicht in die Fussstapfen ihres Vorgängers treten möchte, sondern ihre eigene Spur legen will. Wir wünschen der neuen Präsidentin nur das Allerbeste! Und freuen uns, dass wir Beat W. Zemp mit seinem immensen Erfahrungsschatz im Beirat der Stiftung Elternsein als beratendes Mitglied begrüssen dürfen.

Auch beim Verband Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz VSLCH gab es im August einen Führungswechsel. Eines seiner ersten Interviews gab der neue Präsident Thomas Minder Fritz+Fränzi. Im kommenden Jahr lesen Sie regelmässig von ihm und seinen Schulleiterinnen und Schulleitern: Der VSLCH verfasst ab Februar 2020 im Wechsel mit dem LCH eine Kolumne für Fritz+Fränzi.

Kampagne gegen Cybermobbing

Kennen Sie unsere Aktion «Wenn Worte weh tun»? 2018 ins Leben gerufen, richteten wir uns mit der Kampagne gegen Cybermobbing in diesem Jahr direkt an Kinder und Jugendliche. Sie wurden im Rahmen von Workshops, die wir an zahlreichen Schulen durchführten, direkt mit den Folgen von Cybermobbing konfrontiert. Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen setzen wir die Kampagne 2020 fort. Wir sind überzeugt, dass wir mit unserer Vor-Ort-Aktion eine grössere Wirkung erzielen als mit einer Plakat- oder Flyeraktion.

Ferienlager für benachteiligte Kinder

Neben der Produktion von zehn Stammheften, dem sechsten Berufswahl-Heft und vier weiteren Ausgaben unserer Kindergartenreihe – sie läuft mittlerweile im dritten Jahr überaus erfolgreich – hat sich die Stiftung Elternsein für das nächste Jahr ein Projekt vorgenommen, das mir persönlich besonders am Herzen liegt. Es betrifft benachteiligte Kinder, die in den Ferien mehrheitlich alleine und unbetreut zu Hause sind, weil ihre Eltern sich weder Ferien leisten können noch Geld für eine Kinderbetreuung vorhanden ist. Diesen Kindern fehlen Kultur- und Naturerlebnisse, sinnliche Erfahrungen mit den Eltern jenseits des Alltagsstresses. Momente, die wichtig sind für die kindliche Entwicklung und die körperliche und psychische Gesundheit eines Kindes.

Seit geraumer Zeit treibt mich die Idee um, wenigstens einigen dieser Kinder Ferienerlebnisse schenken zu können. Im Sommer 2020 ist es so weit: Zusammen mit der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi organisieren wir in Trogen im wunderschönen Appenzell ein Ferienlager für benachteiligte Kinder. Zu gegebener Zeit werden wir Sie ausführlich über diese Aktion informieren.
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