Scripted Reality – alles nur Show?

TV-Formate, die Realität und Inszenierung vermischen, können Kinder und Jugendliche verunsichern. Denn der Blick auf sich selbst und auf die Welt wird unbewusst manipuliert. Was sollten Eltern wissen? 
Scripted-Reality-Formate sind Sendungen mit erfundenen Handlungen. So weit, so klar. Jedoch werden solche Sendungen so produziert, dass sie wie eine Dokumentation oder eine Reportage scheinen. Realität und Medienrealität gehen nahtlos ineinander über.

Der Hinweis, dass es sich um eine Inszenierung nach Drehbuch handelt, erfolgt nur als kleiner Hinweis im Abspann. Das erschwert die Abgrenzung von Realität und Medienrealität für Heranwachsende erheblich. Gerade Kinder und Jugendliche können das kaum unterscheiden – auch bei Castingshows nicht.

Daneben unterscheiden sich Scripted Reality und Castingshows. Während Scripted-Reality-Formate Konflikte thematisieren, betonen Castingshows das Perfekte; sie bündeln Klischees und fordern Zuschauerinnen und Zuschauer dazu auf, diesen präsentierten Idealen nachzueifern. In der Model- Castingshow «Germany’s Next Topmodel» beispielsweise geschieht diese Aufforderung ganz offen: Schön ist, wer über bestimmte körperliche Merkmale verfügt, sich entsprechend kleidet und stylt.

Kinder und Jugendliche neigen dazu, solche Wertvorstellungen in ihren Alltag zu übernehmen, um dazuzugehören.

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