«Egal wie blöd ein Kind tut – es hat ein Recht, nicht geschlagen zu werden»

Die Psychotherapeutin Sophia Fischer stellt fest, dass die Spannungen im Familien­alltag seit Beginn der Corona-Pandemie zunehmen. Kommt es in Basel zu einer polizeilichen Intervention wegen ­häuslicher Gewalt, besucht sie im Auftrag der KESB die betroffenen Familien. Sie spricht über Schläge als Erziehungsmittel, überforderte Eltern und das Schweigen der Kinder.
«Hallo, das hat ja gut geklappt», sagt die blonde Frau, deren Gesicht fast den ­ganzen Bildschirm ausfüllt. Es ist ein Dienstag­vormittag im Dezember 2020, die Empfehlung des Bundes lautet Home­office, Interviews werden grösstenteils digital geführt. So wie dieses Gespräch mit Sophia Fischer über häusliche Gewalt, ein Thema, das die Psychotherapeutin nicht nur in Pandemie-­Zeiten beschäftigt. Sie ist beim Kanton Basel-Stadt angestellt und leitet das Projekt «Erstinterventionen nach häuslicher Gewalt». «Ich hoffe, die Technik lässt uns nicht im Stich, wir sind zu Hause nicht so gut ausgestattet», sagt Fischer zu Beginn unseres Gesprächs. Doch das Interview läuft reibungslos, wie wir anderthalb ­Stunden später ­feststellen.
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