Was hat Bindung mit Schule zu tun?

Die Kinder kommen mit dem Bedürfnis nach Bindung in die Schule und suchen sich dort Bezugspersonen aus, die für ihre weitere Entwicklung wichtig werden. Entscheidend ist, wie die Lehrpersonen mit den Bedürfnissen der Kinder umgehen.
Bindung und Bildung hängen eng miteinander zusammen. Kinder tragen frühe, in der Familie erworbene Bindungsmuster in neue Beziehungen. Und damit auch in die Schule, zu Lehrpersonen. Das heisst: Vorhandene Bindungsmuster werden in der Lehrer-Schüler-Beziehung quasi wiederbelebt. Weil Pädagogen viel Zeit mit den Kindern verbringen – oft mehr als die Eltern selbst –, haben diese einen grossen Einfluss auf ihre Entwicklung.

Dies ist besonders in Stress­situationen wichtig. «Stress bedeutet, dass das Kind sich weniger gut auf schulische Inhalte konzentrieren kann, weil die Wahrnehmung eingeengt und auf die Stresssituation ausgerichtet ist», sagt der Schul­psychologe Kurt Bollhalder in einer Schulinformation des Kantons Zug. «Die Gedächtnisleistung nimmt ab, die körperliche Unruhe nimmt vielleicht zu und man flieht in eine Fantasie­welt, schweift gedanklich ab oder wird teilnahmslos.» Auch Angst verhindert, neu zu lern­ende Inhalte mit bereits bekannten Inhalten zu verknüpfen.
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