«Wie an einem Marathonlauf – aber ohne Aussicht auf Erholung»

Der Spagat zwischen Arbeit und Familie brachte unsere Autorin an den Rand ihrer Belastbarkeit. Seit sie sich aus der Abhängigkeit als Angestellte losgesagt hat, hat sie vor allem gewonnen: Zeit und Geld und Lebensqualität – inzwischen ist ihr drittes Baby zur Welt gekommen. 
Ich weiss nicht, was letztlich den Ausschlag gab. War es das Gespräch mit meiner Ärztin, das mir nicht mehr aus dem Kopf gehen wollte? «Kümmern Sie sich allein um Ihre Kinder und den Haushalt oder werden Sie von Ihrem Mann unterstützt?», fragte sie während einer Routineuntersuchung. «Falls nicht – kündigen Sie Ihren Job und suchen Sie erst wieder eine Stelle, wenn Ihr jüngster Sohn in der Schule ist. Sonst fallen Sie irgendwann um vor lauter Erschöpfung.» Moment! Irgendwie hatte ich das Gefühl, etwas nicht richtig mitbekommen zu haben. «Ich? Zu Hause? Soll das etwa ein emanzipiertes Leben sein?», wollte ich sagen, doch ich schwieg. War denn meine jetzige Situation «emanzipiert»? Dieses Gehetze zwischen Kita und Büro? Diese Anspannung, die sich anfühlte wie bei einem Marathonlauf, aber ohne Aussicht auf Erholung? 
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