Was tun, wenn sich die Grosseltern in die Erziehung einmischen?

Wenn Kinder von berufstätigen Müttern und Vätern regelmässig von den Grosseltern beaufsichtigt werden, stellt sich die Frage, wie diese in die Erziehung eingebunden werden sollen. Die Antwort ist einfach – ihre Umsetzung dagegen knifflig.
«Ach, Kind!» Mit diesen Worten beginnen die Streitereien zwischen Esther und ihrer Mutter Lise. Weil Esther arbeitet, hütet Lise fast täglich Esthers Sohn. Dabei handelt sie oft gegen Esthers erzieherische Vor­stellungen. Sie lässt Till beispiels­weise viel mehr naschen, als es Esther recht ist. Aber jedes Mal, wenn Esther das Thema anspricht, hat ihre Mutter etwas einzuwenden. «Ach Kind, das ist doch nicht so schlimm!» Solche Kommentare ver­unsichern Esther. Immer häufiger stellt sie sich die Frage: Sollen Grossmami und Grosspapi ebenfalls das Sagen in Tills Erziehung haben?

Fachleute geben auf diese Frage eine klare Antwort: Erziehung ist Elternsache. Die Grosseltern sollten die Kinder betreuen – aber nicht erziehen. Grossmami und Gross­papi begleiten die Entwicklung ihres Enkels und helfen den Eltern dabei, ihre Erziehungsvorstellungen umzusetzen. Wenn widersprüchli­che pädagogische Ansichten zwischen Eltern und Grosseltern auf­tauchen, sollten die Eltern das letzte Wort haben.

So weit die erziehungswissen­schaftliche Empfehlung. Im Alltag lässt sich diese allerdings nie so geradlinig umsetzen, wie Esther und viele andere Mütter und Väter es sich wünschen.

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