Wann braucht mein Kind eine Therapie?

Ein Kind hält den Stift nicht richtig, ein anderes kann beim Turnen nicht auf einem Bein hüpfen – diese Dinge kommen im schulischen Standortgespräch im Kindergarten zur Sprache. Oft folgt ein Therapieangebot: Welche Therapieformen gibt es und wie sinnvoll sind diese? 
Wenn die Lehr­person eine Therapie vor­ schlägt, sind Eltern oft ver­unsichert und fragen sich: Braucht das Kind diese Unterstützung wirk­lich? Wächst sich das Problem nicht von selbst aus?

Peter Lienhard, Experte für schu­lische Heilpädagogik an der Inter­kantonalen Hochschule für Heilpädagogik, sagt: «Eine Therapie ist dann sinnvoll und notwendig, wenn das Kind ohne diese Unterstützung sein Potenzial nicht ausschöpfen kann und damit in seinem Bildungs-­ und Entwicklungsweg behindert ist.» Es sei aber immer zu fragen, was das Ziel einer Therapie ist. Nur so könne man nach einer gewissen Zeit – beispielsweise sechs Monaten – überprüfen, ob die Massnahme sinnvoll war und welche Effekte sie hatte. 

Ist eine solche Unterstützung im Kindergartenalter angebracht? Dies ist laut Peter Lienhard zumindest verhandelbar: «Bei Kindern in diesem Alter ist es oft auch sinnvoll, wenn man bei gewissen Auffälligkeiten nicht gleich eine Unterstützungsmaschinerie laufen lässt. In dieser Entwicklungsphase kann viel passieren.»

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