«Manchmal sass ich einfach da und wartete»

Wir erzählen

Samuel: «In der 4. Klasse weinte ich viel. Ich wusste nicht mehr, was ich tun sollte. Ich kam in der Mathematik nicht mehr mit. Es war wie ein ICE, der vorbeirast. Alle fünf Minuten fragte ich den Lehrer, wie ich es richtig machen muss. Der Lehrer fand das gut. Aber ich fühlte mich dumm. Manchmal sass ich einfach da und wartete. Zu Hause sagte ich: ‹Mami, du musst mir helfen, ich komme nicht weiter.›»
Sabine: «Ich merkte früh, dass er mehr Zeit braucht. Er litt darunter, wollte nicht mehr in die Schule gehen. Jeden Tag musste ich ihm Mut machen. Dabei hatte ich selbst Angst um ihn, um seine Zukunft. Manchmal flossen bei uns beiden die Tränen. Ich meinte, ich müsse mehr mit ihm lernen. Aber das schürte nur Unruhe. Rechneten wir beiläufig, dann ging es: Wie viele Tulpen haben wir im Garten? Wie viele Wagen hat der Zug?»
Samuel: «Die zähle ich immer noch. Der Zug, der aussieht, als käme er aus dem Weltraum, der hat vier Wagen. Ausser in der Mathematik kann ich mir Dinge gut merken.» 
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