Selbsttest: Bedürfnis­orientiertes Zuhören und Reden

Schluss mit elterlichen Verhören, stattdessen offene Gespräche und ungeteilte Aufmerksamkeit! Ab heute reden wir über Dinge, die im Alltag sonst keinen Platz finden – ein Selbstversuch in Kommunikation.
«Um sechs bist du zurück, ja?», sage ich zum Siebenjährigen, bevor er aufs Velo springt. «Ja-ha, klar!» Die Haustüre ist fast ins Schloss gefallen, als dem Kind einfällt: «Mama, wo wohne ich eigentlich, wenn ich gross bin?» «Was?», frage ich verdutzt, in Gedanken bereits den Fragenkatalog durchgehend für das in drei Minuten vereinbarte Telefonat. «Wo ich dann wohne», hakt er nach. Mein Kopf schwirrt. Was will das Kind? Und wo liegt noch mal das Handy, das ich gleich brauche? «Wir besprechen das heute Abend», bin ich ­versucht, den Sohn abzuwürgen.

Da fällt mir mein Selbstversuch ein. Über mehrere Wochen will ich die Kommunikationstechniken der Psychotherapeutin Ulrike Döpfner ausprobieren. «Bedürfnis­orientiertes Zuhören und Reden» lautet das Prinzip. Mit den einsilbigen Antworten meiner Kinder, wenn sie aus der Schule kommen und ich im Verhörmodus ­Eckpunkte abfrage, soll Schluss sein.

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