Von wegen Quaran-Tränen: Papa isoliert, Mama brilliert - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi

Von wegen Quaran-Tränen: Papa isoliert, Mama brilliert

Lesedauer: 7 Minuten

Unseren Autor Christian J. Käser hats erwischt: Er hat Corona. Er beschreibt, wie es ihm, den vier Kindern und vor allem seiner Frau während den zehn Tagen zuhause erging.

Text: Christian J. Käser
Bild: Rawpixel.com

Es hat mich erwischt. Trotz Impfung fühlt sich das Virus wohl in meinem Körper und nach einem kleinen Marathon mit falschnegativen Tests und einer fiebrigen Reise ins Triemli ist klar: Ich habe Corona. Das heisst: Isolation für mich, Quarantäne für die Kinder.

Meine Frau dürfte sich eigentlich als Geimpfte frei bewegen, doch irgendjemand muss ja die vier Kinder unterhalten, denn die dürfen zuhause bleiben und bekommen einen Packen Material von der Schule. Corona bringt den ganz normalen Familienalltag plötzlich ganz schön durcheinander.

Ich liege derweil mit Gliederschmerzen, Fieber und Kopfweh im Bett. Es geht mir nicht wirklich gut.

Die Kinder dürfen mir das Essen liefern, ansonsten sollen sie sich von meinem Lager im Gästezimmer fernhalten. Distanz ist angesagt. Ja, wir haben uns die Durchseuchung der Familie überlegt, aber einerseits habe ich am eigenen Leib erfahren, dass dieser Käfer nicht ganz harmlos ist und zum anderen haben wir keine Lust auf einen Quarantäne Staffellauf, bei dem wir uns das Virus bis Weihnachten übergeben. Apropos übergeben: Schlecht ist mir auch. Corona geht also auch durch den Magen.  

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