«Ein Tag ohne Smartphone ist für Teenager eine Katastrophe»
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«Ein Tag ohne Smartphone ist für Teenager eine Katastrophe»

Lesedauer: 10 Minuten

Der Psychologe und Psychotherapeut Franz Eidenbenz weiss, wie leicht eine Onlinesucht entsteht – und auch, was sie verhindern oder heilen kann: das Gefühl, im realen Leben wertvoll zu sein und Anerkennung, Erfolg und Zuwendung zu erfahren.

Interview: Bianca Fritz
Bilder: Anne Gabriel-Jürgens / 13 Photo

Herr Eidenbenz, Sie beraten Betroffene und ihre Familien, wenn Onlinesein zur Sucht wird. Sind wir nicht alle ein bisschen onlinesüchtig?

1999 bin ich in der Praxis zum ersten Mal mit erwachsenen Betroffenen konfrontiert gewesen, die sich selber als Internetsüchtige bezeichnet haben. Damals war noch unklar: Ist das wirklich eine ernst zu nehmende Störung oder ein vorübergehender Trend? Allerdings hat sich bald gezeigt, dass diese Menschen ein ernsthaftes Abhängigkeitsproblem haben, ähnlich wie bei einer Glücksspiel-, Alkohol- oder Nikotinsucht.

Die WHO erkennt bisher nur die Gamesucht an – ist das auch für Sie ein Schwerpunkt?

Computerspiele haben ein erhebliches Suchtpotenzial. Zudem sind Computerspielstörungen einfacher zu definieren und diagnostisch zu erfassen als beispielsweise Störungen im Zusammenhang mit Social-Media-Anwedungen. Zwischenzeitlich ist allerdings der problematische Konsum von Instagram, Tiktok, Snapchat und Youtube sowie Serien auf Streamingdiensten in der Praxis bei Kindern und Jugendlichen weit häufiger anzutreffen.

Franz Eidenbenz ist Psychologe und Fachpsychologe für Psychotherapie. Er engagiert sich für das Thema Onlinesucht im Rahmen der Behandlung und Weiterbildung seit 1999 und baute 2011 das Zentrum für Spielsucht und andere Verhaltenssüchte der Gesundheitsstiftung Radix in Zürich auf. Er hat eine erwachsene Tochter und beobachtet gespannt, wie seine fünfjährige Enkeltochter jetzt schon grosses Interesse an Medien zeigt und wie die Nutzung begrenzt und sinnvoll eingesetzt werden kann.

Warum hat das Onlinesein
ein so hohes Suchtpotenzial?

Bei digitalen Anwendungen werden raffinierte Belohnungsmechanismen verwendet mit dem Ziel, Nutzende möglichst lange zu beschäftigen. Das ist gerade für Kinder und Jugendliche verführerisch. Die Anwendungen decken zudem gezielt menschliche Bedürfnisse ab wie den Wunsch nach Anerkennung, Erfolg, Einzigartigkeit und Unterhaltung. Da fällt es vielen Menschen ähnlich schwer zu widerstehen wie zum Beispiel bei Schokolade oder beim Einkaufen. Sie konsumieren mehr als geplant.

Wenn nun virtuelle Angebote auf entsprechende, meist unbewusste Bedürfnisse treffen, entsteht eine Verbindung wie bei zwei passgenauen Puzzlesteinen. Dann kann sich aus dem faszinierenden Hobby eine Onlinesucht entwickeln. Die Gefahr nimmt zu, wenn es Nutzenden insgesamt nicht gut geht und es im realen Leben viele Probleme gibt.

Nun ist das ständige Onlinesein aber aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.

Das Smartphone mit Internetzugang ist eine epochale Entwicklung, die mit der Erfindung des Faustkeils vergleichbar ist – effizienzsteigernd und unglaublich hilfreich. Aber es kann auch zu einer gefährlichen Waffe werden, wenn es falsch eingesetzt wird.

Eltern sollten sich Gedanken machen, bevor das Kind sein erstes Gerät hat.

Wir können heute nicht mehr wählen, ob wir diese neuen Möglichkeiten wollen oder nicht. Es geht vielmehr darum, wie wir damit umgehen. Ziel muss sein, die positiven Seiten zu nutzen und die Risiken und negativen Auswirkungen zu minimieren. Und dabei sind vor allem unsere Kinder und Jugendlichen wichtig. Die Bedienung der Smartphones ist kinderleicht, aber die Bewertung und das Verstehen der Inhalte kann überfordernd sein. Eine gesunde Nutzung gelingt nur mit klaren Regeln und wenn Eltern mit ihren Kindern zusammenarbeiten.

Was sagen Sie Eltern, die sich einen Leitfaden wünschen: Wie führe ich mein Kind so an das Gerät heran, dass es profitiert, aber nicht süchtig wird?

Wichtig ist, dass sich die Eltern Gedanken machen, bevor das Kind sein erstes oder ein neues Gerät hat. Man sollte vorher abmachen: Wofür, wann und wie soll das Gerät eingesetzt werden? Möglichst einfache Regeln helfen dabei. Zum Beispiel: Während den Essenszeiten legen wir das Handy weg, abends schalten wir es eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen aus oder zumindest den Bildschirm ab. Alltagstaugliche Regeln zu finden und einzuhalten, ist allerdings eine Herausforderung, weil das Gerät so viele Funktionen vereint.

Und wie kann man damit umgehen?

Man kann zum Beispiel eine Ausnahme machen, wenn man am Esstisch gemeinsam Fotos betrachten möchte, die man tagsüber gemacht hat. Das ist okay – aber Gamen oder alles, wofür man das Handy alleine benutzt, ist am Tisch tabu. Eltern sollten also klare Grenzen ziehen und sich zugleich dafür interessieren, was die Kinder gerne mit den Geräten machen. Der Austausch darüber hilft Eltern, zu verstehen, welche Interessen und Bedürfnisse ihre Kinder in der virtuellen und der realen Welt haben.

Wenn das Gerät so stark mit alltäglichen Erfahrungen verknüpft ist, ergibt eine zeitliche Begrenzung des Konsums vermutlich keinen grossen Sinn mehr.

Die Frage, wie viele Stunden am Handy noch gesund sind, wird oft gestellt. Statistisch gesehen nimmt die Konsumdauer laufend zu und die Kinder verfügen immer früher über ein Smartphone – durchschnittlich bereits mit zehn Jahren. Die Zeitdauer ist an sich auch kein Suchtkriterium. Wichtiger ist die Frage, wie die Geräte genutzt werden und ob die Kontrolle über den Konsum verloren geht.

Kinder und Jugendliche brauchen Eltern, um sich vom Bildschirm zu lösen.

Wenn jemand viel programmiert oder ein Freizeitprojekt am Handy plant, wenn er mit Freunden online spielt, aber sich auch real mit ihnen trifft – wenn der Konsum auf diese Art im Leben eingebettet ist, ist die Dauer zweitrangig. Da sich reale und virtuelle Welt zunehmend überlappen, geht es darum, einen gesunden Umgang zu erlernen. Ziel muss es sein, dass sich Kinder durch andere Kinder, ein Tier oder die Natur genauso ablenken lassen wie durch ein Handy.

Hat die Realität überhaupt eine Chance? Die Algorithmen sind doch so programmiert, dass sie uns ständig Dopaminstösse verpassen.

Das ist tatsächlich eine Herausforderung. Die schnellen Belohnungen, die es online gibt, führen dazu, dass bei vielen Jugendlichen die Frustrationstoleranz sinkt. Allerdings gilt es festzuhalten: Wenn die Wahl besteht zwischen Erfolg und Anerkennung im realen Leben oder online, wählen Menschen die Realität. Auch erfolgreiche Influencer wollen in der realen Welt Erfolg haben – die Zuwendung aus dem Netz alleine ist nicht nachhaltig. Wir brauchen soziale, reale Kontakte, die wir auch spüren können.

Das ist eine gute Nachricht! Eltern müssen also gar nicht das grosse Gegen-Unterhaltungsprogramm auffahren, sondern einfach Liebe geben.

Es ist kaum zu schaffen, so viel Abwechslung in der Realität zu bieten, wie es in der virtuellen Welt möglich ist. Das ist auch nicht das Ziel. Wo Eltern hingegen gefordert sind, ist, Grenzen zu setzen und die Kinder in reale Erlebnisse zu führen, wo es auch mal einen Moment langweilig sein darf. Denn erst wenn etwas Zeit vergangen und Ruhe eingekehrt ist, wird zum Beispiel die Natur wirklich erfahrbar.

Langeweile auszuhalten ist sicher ein grosses Thema in Ihrer Praxis.

Jugendliche sind es nicht mehr gewohnt, Langeweile auszuhalten. Für Medienabhängige ist es schon eine grosse Leistung, aktiv etwas zu unternehmen. Das ist erstaunlich schwierig und kommt daher auch erst am Schluss einer Therapie.

«Ein realistisches Ziel dürfte sein, das Handy für ein paar Stunden mal in Ruhe zu lassen», sagt Franz Eidenbenz.

Am Anfang geht es vor allem darum, Konflikte und Meinungsverschiedenheiten fair auszutragen. Dazu gehört es auch, die Anliegen der Kinder und Jugendlichen zu verstehen und ernst zu nehmen. Oft stelle ich in der Praxis fest, dass die Eltern zwar sagen: «Klar, du kannst mitreden und wir hören dir zu.» Aber sobald die Kinder sich kritisch äussern oder ihre Sichtweise formulieren, fallen ihnen die Eltern ins Wort.

Wo könnten denn Eltern ganz konkret mehr auf die Bedürfnisse ihrer Kinder eingehen?

Gamer kommen oft zu spät oder gar nicht zum Essen, wenn die Eltern das erst kurzfristig ankündigen. Um ein Game zu beenden, braucht es eine gewisse Vorlaufszeit. Die Jugendlichen sagen: «Wenn ich erst fünf oder zehn Minuten vor dem Essen weiss, dass ich bereit sein muss, ist das zu knapp. Ich möchte meine Freunde nicht während eines Kampfes im Stich lassen.»

Gute Regeln sollen also gemeinsam ausgehandelt werden?

Ja. Zudem sind gute Regeln einfach und lassen sich an einer Hand abzählen. Zum Beispiel: Ab 21 Uhr ist das Handy nicht mehr im Zimmer – oder das WLAN abgeschaltet. Das Mittagessen findet ohne Handys auf dem Tisch statt. Regeln sollen regelmässig überprüft und je nach Situation neu definiert werden. Es ist normal, dass sie nicht perfekt eingehalten werden. Das Einhalten soll jedoch positiv belohnt werden, das Nicht-Einhalten auch Konsequenzen haben.

Die Mutter eines 13-Jährigen erzählte mir, dass sie es ihrem Sohn überlasse, die Regel «eine Stunde Fifa-Game pro Tag» einzuhalten. Kann das ein Jugendlicher?

Jugendliche und Kinder, die eine grosse Medienaffinität haben, sind in der Regel überfordert, das selber zu strukturieren. Das hat auch damit zu tun, dass das Frontalhirn erst im Erwachsenenalter ausreift. Und dieses ist unter anderem für Selbstdisziplin und Folgeabschätzungen zuständig. Kinder und Jugendliche brauchen Eltern, um sich vom Bildschirm zu lösen und die Zeit zu begrenzen. Viele Eltern kennen das von sich selber: Sie schauen «schnell ein paar E-Mails» an und ruckzuck ist mehr Zeit am Handy vergangen, als sie geplant hatten.

Die Regel «eine Stunde Fifa pro Tag» würde ich ergänzen. Wann ist denn das? Vielleicht nicht gerade dann, wenn der Sohn am fittesten wäre, um die Hausaufgaben gut zu machen, sondern erst nach den Aufgaben. Und auch nicht kurz vor dem Schlafengehen. Und ergibt es nicht mehr Sinn, dass er auch mal länger spielen darf, wenn Schulkollegen da sind und mit ihm zusammen spielen? Und dafür an einem anderen Tag dann weniger? Genau das sollte man gemeinsam besprechen.

Und wenn die Eltern dann sagen: «Es ist genug», hängt der Haussegen wieder schief.

Eltern sollten wissen, dass es normal ist, dass es Konflikte über den Medienkonsum gibt. Wenn man über den Bildschirmkonsum streitet, heisst das nicht, dass es eine pathologische Abhängigkeit gibt. Konflikte fair auszutragen und gleichzeitig Grenzen zu setzen, ist für viele Eltern, aber auch für Jugendliche eine Herausforderung. Kinder brauchen Leitlinien und Grenzen, gegen die sie sich auflehnen dürfen. Das ist der spannende, aber auch anstrengende Teil des Elternjobs. Insbesondere, da man meist erst Jahre später zu hören bekommt, dass man es gut gemacht hat.

Weil Kinder das erst später erkennen?

Kinder schätzen grundsätzlich ihre Eltern, auch wenn sie sich gegen sie auflehnen. Wenn ich die Kinder in der Therapie frage, ob sie nach vielen Konflikten die Eltern auswechseln möchten, sagen alle, dass sie ihre Eltern grundsätzlich ganz okay finden. Solche positiven Rückmeldungen sollten sich Eltern gut abspeichern.

Wann sprechen wir von einer Onlinesucht?

Wenn die Kontrolle über den Konsum verloren geht und der Konsum trotz offensichtlich negativen Auswirkungen auf Leistung und soziale Kontakte nicht eingeschränkt wird – oder gar zunimmt. Wenn also der Medienkonsum wichtiger wird als andere Freizeitaktivitäten, wichtiger als die Schule und wichtiger als das Zusammensein mit der Familie. Dauernde und eskalierende Konflikte mit Beschimpfungen oder Tätlichkeiten sind ebenfalls ein deutliches Warnzeichen.

Wie sieht dann der nächste Schritt aus?

Sucht-Jugendberatungsstellen oder auch der Kinder- oder Hausarzt sind gute erste Anlaufstellen. Zunächst wird es darum gehen, genau zu erfassen, was die Konfliktthemen oder Ursachen sind. Da spricht man zum Beispiel darüber, wie genau der Konsum aussieht, ob noch Sport oder Hausaufgaben gemacht werden und wo die Eltern und der Jugendliche das Problem sehen.

Eltern sollten für die Kinder ein gutes Vorbild sein und sich selber an die Regeln halten.

Ich persönlich schlage vor, dass schon bei der ersten Sitzung die Eltern mit dem Jugendlichen und eventuell auch mit den Geschwistern kommen. Oft sind es die Eltern, die ein Problem sehen, wohingegen die Jugendlichen ihr Verhalten als normal empfinden. Vielfach leiden die Eltern mehr als das betroffene Kind – und das möchte dann gar nicht mitkommen.

Wie gelingt es, dass das betroffene Kind mit in die Praxis kommt?

Wichtig ist, dass Vater und Mutter – auch bei getrennten Eltern – am gleichen Strick ziehen. Das muss zuerst geklärt werden. Ich empfehle den Eltern, dass sie sich in einem guten Moment mit dem Kind zusammensetzen und Folgendes mitteilen: «Wir haben ein Problem, das uns sehr belastet und das wir nicht mehr alleine lösen können. Wir können es aber auch nicht ohne dich lösen, deshalb ist es nötig, dass du mit uns in die Beratung kommst.» Das klappt fast immer.

Wie kann ich als Elternteil eingreifen, bevor es zur Sucht kommt?

Zunächst einmal sollten Eltern sich austauschen und herausfinden, ob sie sinnvolle und vernünftige Regeln setzen, ob sie übervorsichtig oder zu grosszügig sind. Dabei ist es natürlich auch wichtig, dass Eltern für die Kinder ein gutes Vorbild sind und sich auch selber an Regeln halten, wie zum Beispiel am Tisch das Handy auf die Seite zu legen.

Und wenn Eltern bei sich selbst bemerken, dass es mit der eigenen Selbstregulierung nicht allzu weit her ist?

Dann sollten sie für sich selbst klären: Welche Anwendungen sind Zeitfresser und welche unproblematisch? Die problematischen gilt es einzuschränken oder zu meiden. Es geht auch darum, kurze Auszeiten oder Langeweile wie beim Warten auf den Bus auszuhalten, ohne zum Handy zu greifen. Das ist geschenkte Zeit, in der wir nichts tun müssen. Schauen Sie darauf, dass Sie genug direkte Kontakte pflegen. Und dass Sie auch die Natur und Ihr Umfeld genauso wichtig oder wichtiger nehmen als das Smartphone. Wenn das Umfeld Bemerkungen macht, dass man zu viel oder im falschen Moment am Handy ist, versuchen Sie, das ernst zu nehmen. Ziel ist es, eine gesunde «Digital-Life-Balance» zu finden.

Und wie mache ich die Balance meinem Kind schmackhaft?

Streiten Sie nicht zu lange über den Medienkonsum, sondern versuchen Sie, etwas zu unternehmen, das für Kinder attraktiv ist. In den Zoo zu gehen, draussen grillieren, im Gummiboot auf einem Fluss paddeln …

Könnte man das auch spielerisch angehen und fragen: «Was würdest du an einem Tag ohne Handy gerne machen?»

Ein Tag ohne Handy ist für viele Jugendliche eine Katastrophe. Zu fordern, das Handy bei einem Ausflug zu Hause zu lassen, kann zu erheblichen Konflikten führen. Ferien ohne WLAN und Netz sind für viele Jugendliche ein No-go. Der häufige Kontakt mit der Peergruppe über das Handy ist sehr wichtig. Ein realistisches Ziel dürfte sein, das Handy für ein paar Stunden mal in Ruhe zu lassen.

Was halten Sie von künstlichen Intelligenzen wie Chat GPT?

Das sind faszinierende und teils unheimliche Entwicklungen. Und sie lassen sich nicht aufhalten. Wir müssen lernen, mit der neuen Technologie sinnvoll umzugehen. Zudem müssen wir Rahmenbedingungen schaffen, damit die Risiken negativer Auswirkungen minimiert werden.

Beim Testen konnte ich feststellen, dass Open AI in meinem Fachgebiet Texte herstellen konnte, die so gut sind, dass ich sie als Vorlage für ein Referat nutzen könnte. Schüler können sich Arbeiten schreiben lassen und diese sind nicht ohne Weiteres als Produkt der KI zu erkennen. Da müssen sich Pädagogen etwas einfallen lassen. Wir können die KI auch nutzen, um unsere Kinder dazu zu bewegen, sich mit ihrem Medienkonsum auseinanderzusetzen …

Wie das?

Stellen wir mal mit Jugendlichen Chat GPT die Frage, woran man merkt, dass man internetsüchtig ist und was man dagegen tun kann. Dann können die Jugendlichen mit ihren Eltern die Antwort anschauen und diskutieren: Ist das vernünftig oder stimmt das? Und was davon können wir gebrauchen?

Kosmos Kind: Gehen Kinder im Sog digitaler Medien verloren?

Vortrag von Franz Eidenbenz im Rahmen der Reihe «Kosmos Kind» zum Thema: «Gehen Kinder im Sog digitaler Medien verloren?»

Noch nie war eine Kindergeneration technisch so gut ausgerüstet. Verführerische, faszinierende Produkte sollen junge Konsumentinnen und Konsumenten lange binden und dazu bringen, in virtuelle Welten nicht nur Zeit, sondern auch Geld zu investieren. Belohnungsmechanismen sind so perfekt angepasst an Kinder und Jugendliche, dass es Eltern und Lehrpersonen schwer haben, nur annähernd so viel Aufmerksamkeit zu generieren.

Dienstag, 14. November 2023
Beginn der Veranstaltung: 18.30 Uhr
Einlass: 18.00 Uhr
Stiftung. Für das Kind. Giedion Risch
Falkenstrasse 26 / Hofgebäude
8008 Zürich

Tickets und weitere Infos gibts hier.

Abonnentinnen und Abonnenten des ElternMagazins Fritz+Fränzi profitieren von vergünstigten Tickets zu je 10 Franken. Bitte geben Sie hierfür den Promocode ein: kosmoskind-23.

Bianca Fritz
Bianca Fritz ist freie Autorin und berät Selbständige und kleine Unternehmen in ihrem Social Media Marketing. Ein Gebiet, das besonders viel Selbstdisziplin und Achtsamkeit braucht.

Alle Artikel von Bianca Fritz

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