Schlafstörungen: Ist das Handy Schuld?

Der zunehmende Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen hat Auswirkungen auf das Schlafverhalten. Der Grund liegt am blauen Licht. Es gaukelt dem Körper vor, dass Tag ist.
Eine Umfrage der US-amerikanischen Schlafstiftung (National Sleep Foundation) ergab 2014, dass Kinder schlechter schlafen, wenn sie Handys, Computer oder Fernseher in ihren Zimmern haben. Fast drei Viertel der befragten Kinder zwischen sechs und siebzehn Jahren besassen mindestens ein elektronisches Gerät, wobei die Spanne von Fernseher, Computer und Spielkonsolen bis hin zu Tablets und Smartphones reicht. Die Untersuchung ergab, dass diese Schulkinder insgesamt schlechter schliefen als jene, die kein Gadget in ihren Zimmern hatten. Schlafstörungen kamen fast täglich vor.

Eine andere Untersuchung der Stony Brook University, NY um Dr. Jill Creighton ergab, dass Kinder und Jugendliche, die ein Smartphone besitzen, bis zu einer Stunde weniger schliefen als ihre Altersgenossen. Besonders Jugendliche überprüfen auf iPhone und Co. die Uhrzeit, wenn sie nachts wach werden. Das Licht des Displays unterbricht jedoch den Schlafzyklus und man schläft wesentlich schlechter ein. Schuld daran ist das blaue LEDLicht des Displays. Dieses Kunstlicht ist ein kurzwelliges Licht mit erhöhtem Blauanteil im Lichtspektrum, wie es sich in Beleuchtungen mit LED oder Leuchtdioden findet. Die Spektralfarbe Blau wiederum senkt den Melatoninspiegel und hält das Gehirn wach – ein Effekt, der am Abend vor allem bei Schulkindern wohl eher unerwünscht ist.

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