Mein Kind, mein Smartphone und ich …

Kleine und grosse Bildschirme ziehen nicht nur unsere Kinder in ihren Bann, sondern auch uns Erwachsene. Wieso wir das ändern sollten und wie das geht. 
Auf dem Spielplatz, beim Abholen aus der Kinderkrippe, im Wohnzimmer: Nur noch kurz die Mails checken, eine WhatsApp-Nachricht beantworten, die Wettervorhersage studieren. Immer wieder. Mal ehrlich, wie oft haben Sie diese Woche zu Ihrem Kind gesagt: «Moment, ich hab gleich Zeit für dich, ich muss nur schnell …»? Dabei erfolgt der Griff zum Handy oft automatisch.

Vor Kurzem haben Forscher des deutschen «Menthal Balance»-Projekts, die über eine App das Verhalten von 60 000 Smartphone-Nutzern beobachten, herausgefunden, dass jeder Nutzer das Smartphone täglich 88 Mal einschaltet. Abzüglich geschätzter 8 Stunden Nachtruhe also alle 10 Minuten.

Genau diese ständige Ablenkung hat der Basler Kinderarzt Cyril Lüdin in einem Interview in diesem Magazin kürzlich bemängelt: «Im Kontakt zum Kind müssen wir emotional und gedanklich dabei sein. Hantieren wir am Smartphone, sind wir nicht wirklich verfügbar. So fehlt schon dem Kleinkind die sprachliche Auseinandersetzung und damit die kommunikative Kompetenz.» Andere Experten gehen weiter und warnen zudem davor, dass Kinder dauerhafte Beziehungsstörungen entwickeln würden, wenn sie von ihren Eltern nicht genügend Zuwendung bekämen.

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