Cybermobbing: Das war doch nur ein Scherz!

Cybermobbing-Opfer leiden oft schwer – doch auch die Täter sind immer noch Kinder.
Bei meinen Vorträgen und Workshops spüre  ich immer wieder ein diffuses Unbehagen, sobald jemand der Teilnehmenden auf das Thema Cybermobbing zu sprechen kommt. Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich den wahren Ursprung dieses unangenehmen Gefühls genauer verorten konnte. 

Ohne Zweifel löst digitales Mobbing bei Opfern verheerendes Leid aus. Mir geht es im Folgenden aber um etwas anderes: Für mich schwingt bei der Erwähnung des Wortes «Cybermobbing» unterschwellig immer eine Schuldzuweisung mit. So wird Buben und Mädchen unterstellt, solche Taten mit voller Absicht zu begehen. Als hätten wir es ausschliesslich mit kleinen Sadisten zu tun, die sich an der Verzweiflung anderer Menschen ergötzen. Das empfinde ich als ungerecht. 

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