Wenn alles zu viel wird

Immer häufiger klagen bereits Zwölfjährige über Erschöpfung und Antriebslosigkeit. Wer ist schuld? Die Leistungsgesellschaft? Die Schule? Die Eltern? Oder setzen sich Kinder heute gar selber zu sehr unter Druck? Eine Spurensuche.
Es gibt ein Sprichwort, das besagt, nichts sei so gerecht verteilt wie der Verstand: Jeder glaube, er habe genug davon. Mit dem Stress verhält es sich ähnlich. Gerade als Eltern sind wir der Meinung, wir kämen damit nicht zu kurz. Und doch sagt dies allein wenig darüber aus, wie hoch unsere Belastung tatsächlich ist. Ein Zustand, den wir als Volkskrankheit bezeichnen, verlangt nach einer kritischeren Auseinandersetzung. Im Idealfall sieht diese vermutlich so aus, dass wir nicht blindlings einstimmen ins Klagelied über die Leistungsgesellschaft, aber gleichzeitig unsere Augen öffnen für deren Opfer – erst recht, wenn es Kinder sind. Diesen Ansatz verfolgt dieses Dossier. 

Es will erklären, einordnen. Burnout sei, warnen die einen, im Kinderzimmer angekommen. Der Nachwuchs sei nicht gestresst, sondern verweichlicht, sagen die anderen. Wie geht es Kindern im Zeitalter von Effizienzsteigerung und Gewinnmaximierung, von Flexibilisierung und Globalisierung? Wir fragen Kinder und Jugendliche. Und haken bei denen nach, die sie täglich begleiten; bei Eltern, Jugendarbeitern, Lehrpersonen, Therapeuten, Sozialforschern und beim Krisencoach.

Artikel kostenlos weiterlesen

Registrieren Sie sich gratis und profitieren Sie:

  • Begrüssungsgeschenk: Wahl aus 150 Angeboten
  • Unbegrenzter Zugriff auf über 2’000 Artikel
  • Artikel merken und Lesezeichen speichern
  • Elterntipps und wertvolle Unterstützung
  • 100% kostenlos für Sie
Jetzt Registrieren