Francois Höpflinger über moderne Opas
Familienleben
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Kann man sich in die Angelegenheiten seiner Eltern einmischen? 

Das ist schwierig. Wenn die eigenen Worte nicht fruchten, kann man Freunde oder andere nahestehende Personen bitten, einmal mit den Eltern zu sprechen. Viel mehr Möglichkeiten bleiben einem nicht. Man kann die eigenen Eltern nicht erziehen, am besten hilft in diesem Fall gegenseitige Toleranz. 

In unserer globalisierten Welt werden die räumlichen Distanzen zwischen der Genrationen immer grösser. Die Grosseltern wohnen in Linz, die Kinder mit den Enkeln in Zürich. Was heisst das für die Beziehung zwischen Grosseltern und Enkeln? 

Dank der neuen Medien kann auch über solche Distanzen eine enge Beziehung entstehen, wenn auch keine Alltagsbeziehung. Die Beziehungsqualität hängt überraschend wenig von der Kontakthäufigkeit ab. 

Wovon dann? 

Davon, ob man sich versteht, ob man gemeinsame Werthaltungen hat, ob man sich gegenseitig toleriert. 

Auch in der Schweiz werden Krippennetz und ausserschulische Betreuung weiter ausgebaut. Wird dadurch der Grosi-Support weniger gefragt sein? 

Wahrscheinlich werden sich die Hüteeinsätze mehr punktualisieren. So werden die Grosseltern zum Beispiel weiterhin ein wichtiges Backup für die Schulferien sein. Oder einspringen, wenn das Kind krankheitsbedingt einmal nicht in die Krippe kann, Mama und Papa aber trotzdem arbeiten müssen. So wie es in skandinavischen Ländern jetzt schon der Fall ist 
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