Coronavirus: 10 Fragen - 10 Antworten
Familienleben

Coronavirus: 10 Fragen - 10 Antworten für Eltern

Durch den rasanten Anstieg der Corona-Infizierten steigt die Verunsicherung in den Schweizer Haushalten. Was beschäftigt Eltern, deren Kinder jetzt zuhause sind? Die 10 drängendsten Fragen und Antworten rund um das Coronavirus lesen Sie hier.
Text: Hanna Lauer
Mit der Schliessung der Schulen stellen sich für Eltern mit schulpflichtigen Kindern neue Herausforderungen. Was ist jetzt noch erlaubt, was nicht mehr? Wie verhalte ich mich als Mutter oder Vater und wie halte ich mein Kind von der Risikogruppe fern? 10 Fragen - 10 Antworten:

  • Wie gelingt es mir, meinen Kindern im Homeoffice gerecht zu werden und nicht ständig vor ihnen am Handy zu sein oder vor dem Computer zu sitzen?
    Bei Eltern, die beide die Möglichkeit zu Homeoffice haben, lohnt sich eine Aufteilung der Kinderbetreuung. Wem diese Möglichkeit nicht zur Verfügung steht, sollte wenn möglich in einem separaten Zimmer arbeiten und Spiel- sowie Bewegungspausen mit den Kindern einplanen. Aktuelle Tipps dazu gibt es unter zdf.de.
     
  • Darf mein Kind noch auf den Spielplatz?
    Bis jetzt dürfen Kinder noch auf den Spielplatz, solange sie sich mit ihren bisherigen Freunden treffen. Kritisch seien neue Gruppenkonstellationen. Empfohlen wird jedoch in möglichst kleinen Gruppen, und besser im Garten als auf dem Spielplatz zu spielen, wie deutschlandfunkkultur.de schreibt.
     
  • Muss ich wirklich Hamsterkäufe tätigen für meine vierköpfige Familie?
    Die Ausbreitung des Coronavirus löst bei vielen Angst vor Versorgungsengpässen aus. Gehortet wird vor allem Nudeln und Toilettenpapier. Ist das nötig und sinnvoll? Ein Ernährungswissenschaftler erklärt im Video auf focus.de, was und wie viel man zuhause haben sollte, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein.


  • Muss ich mein Kind von den Grosseltern fernhalten, auch wenn es gesund ist?
    Es wird empfohlen Kinder von ihren Grosseltern fernzuhalten, auch wenn die Kinder gesund sind. Der Grund ist, dass Grosseltern tendenziell (abhängig vom Alter) zur Risikogruppe gehören. Bei ihnen kann Covid-19 am ehesten schwere Folgen haben, vor allem wenn Vorerkrankungen bestehen, so der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité im Podcast-Gespräch mit ndr.de.

  • Wie schütze ich meine Kinder vor der Corona-Panik?
    Kinder haben feine Antennen und können durch die Corona-Hysterie in Angst und Schrecken versetzt werden. «Die Masken-Menschen in Bussen, Bahnen oder im Fernsehen sind komisch, können Kinder irritieren», sagte Beate Leinberger, Vorsitzende des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten (BKJ), der «Neuen Osnabrücker Zeitung».

  • Was gilt es zu beachten, wenn mein Kind an einer chronischen Krankheit leidet?
    Für junge Patientinnen und Patienten mit geschwächtem Immunsystem stellt das Coronavirus möglicherweise ein höheres Risiko dar. Dazu hat das Kinderspital Zürich zusätzlich zu den empfohlenen Verhaltensregeln des BAG Merkblätter zu Vorsichtsmassnahmen für chronisch kranke Kinder erstellt:
  • Was tun, wenn ich als Mutter oder Vater Symptome habe?
    Wichtig ist, ruhig zu bleiben und die eigene Unsicherheit nicht auf das Kind zu übertragen. Laut BAG sollten Eltern, die beide isoliert werden müssen, ihr Kind/ihre Kinder vom Haushalt fernhalten und zum Beispiel bei Angehörigen unterbringen.
 
  • Wie verhalten wir uns, wenn unser Kind isoliert werden muss?
    Wenn das Kind Symptome ausweist und isoliert werden muss, sollte idealerweise eine Person aus seinem Umfeld bestimmt werden, die sich um es kümmert, so die Empfehlung des BAG. In der Praxis, insbesondere bei Familien mit mehreren Kindern, kann es empfehlenswert sein, dass die ganze Familie in Quarantäne bleibt. Wenden Sie sich auf jeden Fall an Ihren Arzt: Je nach Alter des Kindes gibt es individuelle Empfehlungen zu den nötigen Massnahmen. Nehmen Sie dem Kind die Angst, erklären Sie anhand von Geschichten oder kindergerechten Medizinbüchern, wie sich der Körper gegen Viren wehrt.
     
  • Was heisst eigentlich Selbst-Isolation bzw. Selbst-Quarantäne?
    Laut BAG handelt es sich bei diesen beiden Begriffen um zwei paar Schuhe. 
    • Selbst-Isolation sollten Personen einhalten, die Fieber oder Husten haben. Das heisst konkret, dass sie so lange zuhause bleiben und möglichst jeglichen Kontakt zu anderen Personen meiden, bis sie sich wieder gesund fühlen. Darüber hinaus bleiben Sie weitere 24 Stunden der Öffentlichkeit fern.
    • Selbst-Quarantäne betrifft Personen, die mit einer infizierten Person im selben Haushalt wohnen oder intim waren. In diesem Fall bleiben Sie für 5 Tage ab der Diagnose des bestätigten Falls zu Hause. Vermeiden Sie jeglichen Kontakt zu anderen Personen.

  • Bin ich nach der Corona-Erkrankung immun gegen das Virus?
    Wer die Virus-Infektion einmal durchgemacht hat, ist danach immun gegen den Erreger, zumindest für eine gewisse Zeit. Davon gehen Mediziner derzeit aus, schreibt focus.de. Ob diese Immunität allerdings ein Leben lang oder aber nur für eine gewisse Zeit – etwa einige Jahre – besteht, ist bislang nicht abschliessend klar.

Lesen Sie mehr zum Thema rund um Corona:


  • Lernen im Ausnahmezustand
    Wie sieht der schulische Alltag ohne Schule aus? Wie können und müssen Eltern ihre Kinder schulisch unterstützen? Zehn Antworten auf die zehn drängendsten Fragen.

  • Mit Kindern zu Hause lernen
    Auch unser Kolumnist und Lernexperte Fabian Grolimund ist mit seinen Kindern zuhause und muss auf Homeschooling umstellen. Wie er das macht, lesen Sie in diesem Artikel.

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4 Kommentare

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Von Oli am 26.03.2020 16:44

Darf ich mein Sohn sehen
Die mutter willigt nicht ein

Von Fritz+Fränzi Redaktion am 26.03.2020 20:10

Lieber Herr Bühler, danke für Ihren Kommentar. Hier sind wir leider nicht die richtige Stelle, melden Sich doch bitte beim Jugendamt, das für Sie zuständig ist! Wir drücken Ihnen die Daumen. Bleiben Sie gesund, LG aus der Redaktion

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Von Sabrina am 20.03.2020 17:17

Ich bin Alleinerziehende Mutter eines 11 Jährigen Junge. Ich gehöre zur Risikogruppe während der Corona Phase. Mein Sohn müsste aber jedes 2. Wochenende zu seinem Vater. Muss ich ihn trotzdem zum Vater gehen lassen?

Von Fritz+Fränzi Redaktion am 23.03.2020 13:21

Liebe Frau Cosi,

vielen Dank für Ihren Kommentar. Hier sind wir ehrlich gesagt überfragt. Haben Sie einen guten Kontakt beim Jugendamt oder bei Ihrer Mütter- und Väterberatung? In Bern gibt es beispielsweise eine kostenlose Rechtsauskunft für Eltern: https://www.mvb-be.ch/de/beratung/kostenlose-rechtsauskunft-fuer-berufstaetige-eltern

Alles Gute! Mit lieben Grüssen aus der Redaktion im Homeoffice

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