Berufswahl: Der Lehrbetrieb: das zweite Zuhause für die nächsten Jahre
Berufswahl

Schritt 6: Lehrstellensuche oder Schulanmeldung

Der Lehrbetrieb: das zweite Zuhause für die nächsten Jahre

Nach der Wahl des passenden Berufs folgt die Suche nach dem geeigneten Lehrbetrieb. Gross oder klein, familiär oder formell, hierarchisch oder kollegial? Je mehr verschiedene Formen man durch Schnuppern kennenlernt, desto besser weiss man, was einem zusagt.
Text: Stefan Michel
Bild: Roshan Adhihetty
Im Lehrbetrieb verbringen Lernende einen grossen Teil ihres noch jungen Lebens. Die Stimmung, die am Arbeitsplatz herrscht, die Art, wie gearbeitet wird, der Umgang mit Kollegen und die Beziehung zum Vorgesetzten: Diese Faktoren entscheiden darüber, wie erfolgreich sich ein Arbeitstag gestaltet. Und wie zufrieden man am Abend nach Hause geht.

Manche blühen im neuen Umfeld förmlich auf. Hört man sich die Berichte derjenigen an, die ihre Lehre abbrachen, hat das Klima im Betrieb einen grossen, oft den entscheidenden Einfluss. Ein übel gelaunter Chef, schlechte Arbeitsbedingungen, starre Abläufe: Es gibt einiges, was die Tage im «Geschäft» zur Tortur machen kann.
Das Klima im Betrieb hat einen grossen, oft den entscheidenden Einfluss darauf, ob eine Lehre ­erfolgreich verläuft.
Die Schnupperlehre, möglichst eine ganze Woche lang, ist der realistischste Einblick, den man erhalten kann. Manche schnuppern sogar zweimal im gleichen Betrieb, bevor sie sich entscheiden. Zudem lohnt es sich, in verschieden aufgestellte Betriebe hineinzuschauen und sich zu fragen: Fühle ich mich wohler in einem Kleinbetrieb oder gefällt mir die Atmosphäre im Gross­unternehmen? Sagen mir klare Hierarchien und Anweisungen zu oder brauche ich die Freiheit,
meine Arbeit selber zu gestalten? Stört es mich, ständig kontrolliert zu werden, oder gibt mir dies eher Sicherheit, dass ich keinen Fehler mache?

Wie es in der Lehre ist, lässt sich nur ungenau voraussehen. Berufseinsteigerinnen und -einsteiger treten zum ersten Mal in einen Betrieb ein und können nicht auf die Erfahrung früherer Stellenantritte zurückgreifen. Es gilt deshalb auch für die Wahl des Lehrbetriebs, was Berufsberaterin Sigrid Weber bei Berufswahlentscheidungen empfiehlt: «Der Kopf hat vorgearbeitet. Bei der Entscheidung sollte man auf seinen Bauch hören.»

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Die Wahl der passenden Ausbildung nach der Sekundarschule lässt sich in sieben aufeinanderfolgende Aufgaben einteilen. Es empfiehlt sich, die sieben Schritte in dieser Reihenfolge auszuführen, wobei man auch immer wieder eine oder zwei Etappen zurückgehen kann, wenn sich etwas geändert hat.
Die Wahl der passenden Ausbildung nach der Sekundarschule lässt sich in sieben
aufeinanderfolgende Aufgaben
einteilen. Es empfiehlt sich, die sieben Schritte in dieser Reihenfolge auszuführen, wobei man auch immer wieder eine oder zwei Etappen zurückgehen kann, wenn sich etwas geändert hat.

Das sagen die Jugendlichen:

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