Mich kennt niemand im Netz! Wirklich?

Auf der Onlineplattform Medienstark geben Familien Einblick in ihren Medienalltag. So entsteht zum Beispiel bei der Bieler Familie B. eine Diskussion zum Thema Privatsphäre, als die zwölfjährige Tochter einen Zeitungsausschnitt präsentiert – von einem Mädchen, das Hunderte intimer Bilder von sich veröffentlicht hat
An einem Ort, wo sich Millionen Menschen tummeln, ist nichts wirklich privat. Das ist jedem klar. Aber wie ist das im Netz? Täglich werden mehr als 1,5 Milliarden Bilder allein auf Facebook hochgeladen. Bei solchen Zahlen verliert man den Glauben an eine Privatsphäre. Oft sind es intime Situationen, in denen man Bilder teilt. Man ist beisammen, macht Fotos und schickt sie einander zu. Kurz darauf landet das Bild auf dem Smartphone des Gegenübers. Aber wo das Bild dabei überall Spuren hinterlassen hat, wissen wir nicht. Privatsphäre wird in Zeiten der Digitalisierung zunehmend abstrakt. Familie B., die zum Thema porträtierte Familie auf Medienstark, bespricht deshalb Situationen, von denen sie gehört oder gelesen hat. Damit handelt sie genau richtig. Experten raten: Regen Sie Ihre Kinder zur Diskussion über ihren Umgang mit dem Netz an. Wie so oft in der Erziehung gibt es auch hier kein einfaches Richtig oder Falsch. Vielmehr geht es darum, sich Gedanken zu machen, sich bewusster zu verhalten und Regeln zu definieren. Gerade weil Privatsphäre nicht immer greifbar ist. In der realen Welt wägen wir ab, mit wem wir welche Informationen teilen. Wir überlegen, ob die Person, der wir etwas erzählen, vertrauenswürdig ist. Und genau so soll es auch im Internet sein. Programme wie WhatsApp und Co. zwingen uns nicht, Intimes preiszugeben.
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