Kino – das soziale Medium

Filme kann man heute überall und jederzeit sehen. Viele Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder das seltener tun. Dabei bietet die Kinoleinwand das vielleicht letzte gemeinsame Medienerlebnis. Kinofilme können Gespräche anregen und die Medienkompetenz stärken.
Betritt ein Kind zum ersten Mal einen Kinosaal, hat es meist schon einige Filme gesehen: im Fernsehen, auf DVD, auf dem Smartphone oder im Internet. Filmegucken gehört von klein auf zu den beliebtesten Beschäftigungen von Kindern. «Kein Problem!», findet Adeline Stern, mitverantwortlich für das pädagogische Konzept der Zauberlaterne, des Schweizer Filmklubs für Kinder. Denn einen Film im Kino zu entdecken, sei auch heute noch ein einzigartiges Erlebnis. Das liege zum einen an der grossen Leinwand und der guten Soundanlage, die jeden Film intensiver und eindringlicher wirken lassen als auf dem Bildschirm daheim.

Doch das wichtigste Argument für einen Kinobesuch ist für Stern, dass man sich dort dem Film ganz hingeben muss. «Zu Hause oder im Zug kann man den starken Emotionen eines Films entfliehen. Man geht auf die Toilette, schaut zur Seite, hält den Film an oder wechselt das Programm. Im Kino hingegen ist man eine Zeit lang gefangen und konzentriert sich ohne Unterbrechung nur auf das Geschehen auf der Leinwand. Dieses Eintauchen in einen Film ist wichtig, damit Filmeschauen zu einem Erlebnis werden kann, das berührt.»

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