Fomo, Yolo, Momo? Jomo!

Zahlreiche Jugendliche sind scheinbar von Fomo befallen: der Angst, etwas zu verpassen. Ist daran das spassige Yolo schuld? Aber keine Sorge: Mit Jomo, dem bewussten Verpassen, bekommt man das in den Griff.
Yolo und Fomo sind ständige Begleiter unserer Kinder – es sind wortgewordene Zeichen dafür, dass sie ihr Leben online bunter und interessanter darstellen können, als es ist. Yolo ist ein Akronym für «You only live once», auf Deutsch also: «Du lebst nur einmal». Online ist Yolo der amüsante Selbstdarsteller, Fomo hingegen der zaudernde Streber, der punkto Freizeit alles richtig machen will. Denn Fomo steht für «Fear of missing out», die Angst, etwas zu verpassen.
Wie können Eltern ihren Kindern da bloss helfen? Den Umgang mit Freunden verbieten, die das coolste Leben zelebrieren, ist sicher falsch. Denn gar nicht zu wissen, was passiert, ist noch schlimmer – dafür gibt’s natürlich auch bereits eine Abkürzung: Momo, «Mystery of missing out». Momo ist die Sorge, etwas zu verpassen, weil die anderen nichts mehr teilen.
Eine bessere Idee ist es, demonstrativ der Jomo zu fröhnen, der «Joy of missing out». Das ist das bewusste Verpassen. Es einfach mal geniessen, sich rauszuhalten. Und wenn man dabei online bleibt, kann man auch wunderbar posten, wie entspannt das eigene Leben ist.
Hier folgen sogleich noch ein paar Tipps, wie man es schafft, sich herauszuhalten. Diese gelten übrigens auch für Erwachsene. Denn die beschriebenen Phänomene befallen die Eltern mitunter ebenso. Über die gemachten Erfahrungen kann man sich dann in der Familie austauschen – egal ob online oder offline.
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